22.04.2016

Ausbruch der Bienenseuche Sauerbrut


In einem Bienenstand in Thayngen ist der Erreger der Sauerbrut nachgewiesen worden. Bei der Sauerbrut handelt es sich um eine Bienenseuche. Sie wird von Melissococcus plutonius sowie einigen weiteren Bakterien als Sekundärerreger verursacht. Der Infektionserreger ist für den Menschen ungefährlich. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Bienenzukauf, verseuchte oder schorfhaltige Waben, Räuberbienen, durch Gerätschaften oder den Imker. Die Sauerbrut geht immer von einer Infektionsquelle aus und kann unbekämpft zu grossen Völkerverlusten führen.

Um die Bekämpfung der Seuche im betroffenen Bestand und andere mögliche Ansteckungsquellen zu eruieren sowie alle geeigneten Vorkehrungen zu treffen, damit keine Seuchenverschleppungen stattfinden können, ist ein Sperrgebiet verfügt worden. Dieses umfasst die Gebiete Buechberg, Flüeacker und Schliffehalde.

Im Sperrgebiet gilt:
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-         Jedes Anbieten, Verstellen, Ein- und Ausführen von Bienen und Waben ist im gesamten Bienensperrgebiet verboten. Gerätschaften dürfen nur nach gründlicher Reinigung und Desinfektion in einen anderen Bienenstand verbracht werden.

-         Im Einvernehmen mit dem Kantonstierarzt kann der kantonale Bieneninspektor Transporte von Bienen innerhalb des Sperrgebietes und die Einfuhr von Bienen unter sichernden Massnahmen bewilligen..

-         Der kantonale Bieneninspektor ordnet die Verwertung von alten Waben, Wachs und Honig an.

-         Der kantonale Bieneninspektor führt innerhalb der nächsten 30 Tage eine Kontrolle sämtlicher Völker des Sperrgebietes auf Sauerbrut der Bienen durch.

Die Sperre gilt so lange, bis sie vom Veterinäramt schriftlich aufgehoben wird.

Die Verfügung des kantonalen Veterinäramtes ist im Amtsblatt des Kantons Schaffhausen Nr. 16 vom 22. April 2016 publiziert worden.
 


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