22.04.2013

Randnotizen April 2013 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Es grünt. Das Chlorophyll ist in den ersten schönen und warmen Tagen „eingeschossen“. Der Frühling, zwar kurz unterbrochen, ist da. Und uns freut‘s, dass die Wiesen und Felder ihr winterliches Braun verlieren und die hellgrünen Triebe an Bäumen und Büschen wieder für kräftige Farben sorgen.
Währenddessen steigt mit der Temperatur sicherlich auch die Laune bei vielen Mitmenschen. Die Laune des Gemeinderates ist gut, vor allem, da ersichtlich ist, dass sich der Rechnungsabschluss 2012 erfreulich präsentiert und sich die Ausgabendisziplin lohnt. Aber wie schon in den letzten Jahren gibt es keinen Spielraum für Euphorie oder gar wünschenswerte Begehrlichkeiten… aber zu diesem Thema wird der Gemeinderat separat informieren.

Generalversammlungen

Im Frühling kündigt sich auch eine grosse Anzahl von Generalversammlungen an. Neben den vielen Vereinen und Institutionen, die an den Versammlungen von ihrem unbezahlbaren Engagement für die Gemeinschaft berichten, war für die Gemeinde die GV der Clientis Spar und Leihkasse Thayngen mit ihrem erfolgreichen Abschluss ein erfreulicher Anlass. Mit einem Gewinn von 1.4 Mio. Franken ist dies ein guter Leistungsausweis und beweist in diesen schwierigen Zeiten, dass die Strategie in die richtige Richtung geht.

Vorlage Wärmeverbund

Am 9. Juni werden Sie über eine wegweisende und nachhaltige Vorlage abstimmen können. Ziel der Vorlage ist der Anschluss der gemeindeeigenen Liegenschaften an den Wärmeverbund. Die Anlagen im Oberdorf sind alle mit Öl oder Gas betrieben. Die jüngste ist seit 17 Jahren in Betrieb. Das heisst auch, dass wir nächstens mit grösseren Investitionen bezüglich Unterhalt rechnen müssen. Der Anschluss an den Verbund würde eine Reduktion dieser Kosten bedeuten. Tatsache ist zudem, dass die Gemeindeliegenschaften dann praktisch alle CO2-neutral geheizt werden. Mit dieser Vorlage kann der Souverän ein energiepolitisches Zeichen setzen, welches sich auch finanziell langfristig positiv auswirken wird. Die Unterlagen zur Vorlage befinden sich im Druck und werden nächstens in Ihrem Briefkasten sein. Ebenfalls wird der Gemeinderat am 14. Mai um 20:00 Uhr im Ratskeller für Sie eine Infoveranstaltung zum Thema abhalten.

Landesgrenzbegehung

Alle 6 Jahre gibt es sie wieder, die Landesgrenzbegehung. Von Deutschland und der Schweiz treffen sich die Verantwortlichen der Vermessungsämter, des Zolls, der Grenzwache sowie die politischen Vertreter von deutscher und Schweizer Seite, um zusammen die Grenzsteine - einer nach dem anderen - zu überprüfen. Dieses Mal sind die deutschen Kollegen an der Reihe, die Steine zu bemalen, zu richten und wieder senkrecht aufzustellen. Auf der einen Seite kann man sich ob der Anzahl Teilnehmer fragen, ob dies Sinn macht. Auf der anderen Seite aber sind der Austausch und die Kontaktpflege während diesem Anlass zwischen den Behördenmitgliedern ausgesprochen gut und fruchtbar. Und falls Sie mal an einem Wochenende nicht so recht wissen, wo man eine schöne Wanderung machen könnte, suchen Sie sich einen Grenzstein aus und wandern Sie der Grenze nach. Man glaubt gar nicht, was für schöne und idyllische Plätzchen man in unserer Grenzregion antrifft!

Alterswohnheim

Die Baukommission für den Umbau/Neubau steht. Das sogenannte Kick-off-Meeting („Anstoss-Sitzung“) mit Architekt + Co. ist auf Anfang Mai angesetzt. Das Projekt nimmt nun seinen vollen Schwung auf. Ablauforganisation, Architektur, Logistik und Weiteres werden nun konkret geplant. Daneben werden die finanziellen Mittel gesichert sowie letzte Abklärungen getroffen. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass vor 2014 noch kein Spatenstich erfolgen wird, was aus meiner Sicht zugunsten einer sauberen Planung auch wünschenswert ist. Aber wir freuen uns auf das Generationenwerk, welches uns die nächsten Jahrzehnte als Standort stärken wird. Sobald wir über mehr Details verfügen, werde ich Sie, liebe Leserin und lieber Leser, an dieser Stelle weiter informieren.
Es sei an dieser Stelle vielleicht noch angemerkt, dass wir mit diesem Projekt unseren älteren Mitmenschen für die Zukunft etwas Schönes und Zeitgemässes geben werden. Schaut man in die Agenda, so sind das nächste Mal im Rahmen der Projekte die Jungen an der Reihe.

ÖV

Wie letzten Monat erwähnt, haben wir mit der Linie 26 Auslastungsprobleme. Man kann natürlich sinnieren, warum man dieses oder jenes getan hat und wo die Fehler liegen. Fakt ist, die Lebensader in den Unteren Reiat kann nicht einfach so verschwinden! Wir haben Pendler, Schüler, Kindergärtner und Wanderer. Zudem haben wir eine Tagesschule und eine genossenschaftlich organisierte Badi in wunderbarer Landschaft und Natur. Der Gemeinderat hat sich nebst dem Suchen von Sponsoren entschlossen, den Fehlbetrag der Linie von 35000.- Franken ins Budget 2014 aufzunehmen, um Zeit zu gewinnen. Zeit, um Vorschläge und Lösungen zu erarbeiten. Zu dem Zweck wurde der „Steuerungsausschuss ÖV Reiat“ ins Leben gerufen. Das erste Treffen findet ebenfalls im Mai statt, um innerhalb Jahresfrist ein Konzept zu finden.

Kultur und Weiteres

Kulturell war wieder einiges los bei uns. Höhepunkt war sicher nebst Konzerten auch die beeindruckende Lesung von Urs Faes im Ratskeller im Rahmen der Erzählzeit.
Der Stiftungsrat des Kulturzentrums Sternen wird sich das erste Mal zur konstituierenden Sitzung treffen und die Sportvereine sind zu einer Information des Gemeinderates geladen. Ebenfalls beschäftigt das Thema Naturpark auch am Rande. Dort sind wir seitens der Verantwortlichen gespannt auf die weiteren Pläne. Und vielleicht haben Sie auch schon festgestellt, dass neue Wegweiser in unserer Region montiert wurden. Dies anlässlich der neuen Mountain-Bike-Route, die auch durch unsere schöne Gegend führt.


Ich wünsche Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Zeit!

Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann

Gemeindepräsident Thayngen
 


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