26.04.2016

Randnotizen April 2016 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner


Lässt man seinen Blick über unsere schöne Landschaft schweifen, sieht man, wie der Frühling Einzug hält. Die blühenden Bäume, die frischen hellgrünen Blätter und die leuchtend gelben Rapsfelder geben unserer Gegend ein freudiges Kleid und lassen Frühlingsgefühle hochkommen. Aus meteorologischer Sicht zeigt sich der April von seiner interessanten Seite; warme, wunderschöne Sonnentage wechseln sich ab mit kühlen Nächten und ebenso durchregneten Tagen. Die Regentage - natürlich nicht zur Freude der arbeitenden Menschen - am Wochenende und die sonnigen Tage zur Freude der Kinder und Schüler (und Lehrer) unter der Woche – ideales Wetter also für die Frühlingsferien.

Lehrplan 21
Wie wir alle feststellen durften, wurden die Frühlingsferien um eine Woche verlängert, da die Lehrerschaft in den vielfach diskutierten Lehrplan 21 eingeführt wird. Nun, über dieses umfangreiche Werk wurde viel gesprochen, auch im hiesigen Kantonsrat. Dort wurde auch gefordert, diesen Lehrplan dem Volk vorzulegen.
Als zugegebenermassen echter Laie in dieser Thematik kann ich inhaltlich wirklich keine aussagekräftigen Bemerkungen machen. Viele Änderungen sind redaktioneller Art, viel Bestehendes ist neu umschrieben oder anders benannt. Sozusagen eine grössere Revision. Aber es hat auch offensichtlichen Zündstoff; was aber bei umfangreichen Anpassungen normal ist. Die Zeiten ändern sich, Anpassungen gehören somit dazu. Der eigentliche Zündstoff liegt gemäss meines ganz persönlichen Erachtens jedoch an einem ganz anderen Ort, und zwar bei der entsprechenden Handhabung des Erziehungsdepartementes resp. des Erziehungsrates bei der Planung der Einführung für die Lehrerschaft.

Art. 19 unserer Bundesverfassung erwähnt, dass der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht gewährleistet ist. Die Schulferien sind im Grunde als Ferienzeit für die Schülerinnen und Schüler definiert. Für die Lehrpersonen ergeben sich der Schulferiendauer entsprechend 12 bis 13 Wochen unterrichtsfreie Zeit zur Kompensation der in den Schulwochen zu viel geleisteten Arbeitszeit, für den Bezug der Ferien und für Vor- und Nachbearbeitungsarbeiten sowie der Weiterbildung.

Der personalrechtliche Ferienanspruch der Lehrerinnen und Lehrer ist gleich wie bei den übrigen Staatsangestellten. Deshalb besteht auch die Möglichkeit, obligatorische Weiterbildungen in den Schulferien durchzuführen.
Nun, bitte diesen „Pfeil“ nicht falsch verstehen. Die Lehrerschaft kann nichts dafür. Massgeblich für solche Entscheide ist der Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen. Dieser führt und entscheidet. Und dies, liebe Leserin und lieber Leser, ist auch keine politische oder parteipolitische Frage. Hier stellt sich nur die Frage, ob dieses Handeln im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler und der Verfassung sein kann, steht schlussendlich für solche Weiterbildungen die unterrichtsfreie Zeit zur Verfügung, und das sind doch mind. 7 Wochen pro Jahr. Einfach noch eine Woche mehr Ferien (oder unterrichtsfreie Zeit) zu generieren ist ein fragliches Vorgehen. Ein etwas provokativer Schlusssatz und dann höre ich wieder auf zu diesem Thema: Vielleicht hat man sich für den einfachsten Weg entschieden, sind die Lehrer im Kanton Schaffhausen eine starke Gemeinschaft und gut organisiert. Das ist aber nicht ein Problem der Lehrer, im Gegenteil, sondern eines der übergeordneten Behörde.


Alterswohnheim
Die Arbeiten der Bauphase 1 am neuen Nordtrakt werden bis im Mai 2016 soweit abgeschlossen sein. In diesem sind die Spitex-Räumlichkeiten sowie die Büros der Heimleitung, der Pflegedienstleitung, der Hausdienstleitung sowie der Gruppenleitung Service & Cafeteria untergebracht. Im Untergeschoss befinden sich die Wäscherei, Garderoben, Lagerräume, Wohlfühlbad etc. Das begehbare und begrünte Flachdach (Dementengarten) auf dem Nordtrakt wird in der Bauphase 3 direkt zur Dementenabteilung im Haupttrakt erschlossen. Für die Bauphase 2, die am 1. Juni beginnt, liegt ein straffes Terminprogramm vor. Die Planungen sind entsprechend ausgeführt, wobei grundlegend für diese Planung der Abschluss der 1. Bauphase ist. Der Zugang zu den neuen Räumen im neuen UG (Wäscherei und Garderoben) kann erst freigegeben werden, wenn keine Kreuzungen oder Überlagerungen von Baustellenbetrieb und Publikumsverkehr mehr möglich sind. Daher wird leicht verzögert das UG (1. Etappe Wäscherei und Garderobe) erst Ende April 2016 bezogen werden können. Die Spitex kann die neuen Räume im EG anfangs Mai 2016 beziehen. Der Umzug der BewohnerInnen des östlichen Traktes nach Schaffhausen findet am 23. und 24. Mai 2016 statt. Anschliessend gibt es noch wenige BewohnerInnen, welche vom Ost-Trakt in den West-Trakt zügeln werden. Einen entsprechenden Infoflyer können Sie auf unserer Homepage www.thayngen.ch unter der Rubrik News herunterladen.


Weiteres
Es werden uns noch einige interessante Gegebenheiten im Laufe der nächsten Monate erwarten.
Aufgrund des Entlastungsprogrammes 14(!) des Kantons dürfen wir am 3. Juli 2016 noch über 5 Vorlagen abstimmen. Drei Abstimmungen haben einen direkten Einfluss auf die Gemeinden. So u.a. die Senkung des Divisors des Ehegattensplittings, die Anpassung der Besteuerung der Kapitalabfindungen sowie die Reduktion der Krankenkassenprämienverbilligung. Weiter muss über eine Änderung des Altersbetreuungs- und Pflegegesetztes (IV-Heime: Generierung von KVG-Beiträgen und Anpassung Tarifregelung Akut- und Übergangspflege und Begrenzung Kantonsbeiträge Pflegekosten) sowie über die Änderung des Schulgesetzes (Einschränkungen schulische Freifachangebote) abgestimmt werden. Eine ganze Packung also, in die sich die interessierten Stimmbürger bei entsprechender Musse einlesen können.

Bleiben wir bei den Zahlen. Die Rechnung 2015 der Gemeinde Thayngen schliesst ca. CHF 200‘000.- besser als budgetiert ab (weitere Infos folgen).

Zudem hat sich der Gemeinderat sehr über den guten Abschluss der Clientis Spar-und Leihkasse Thayngen gefreut. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Geschäftsleitung und das Personal für den geleisteten Einsatz.

Ebenso einen herzlichen Dank an all die Einwohner, die im Namen des Vereins Netzwerk freiwillige Begleitung NFB Freiwilligenarbeit leisten. An der letzten Generalversammlung wurde wiederum eindrücklich dargelegt, welchen unschätzbaren Wert die von den Freiwilligen geleisteten Einsätze in unserer Gemeinde bilden. Allen Beteiligten ein ganz herzliches Dankeschön für ihr Engagement!

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling!

Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident Thayngen
 


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