26.08.2014

Randnotizen August 2014 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die letzten Randnotizen, in denen ich über die Pfingsthitzewelle geschrieben habe und wie nötig die Natur etwas Regen hätte. Ja, der Regen kam und blieb und man kann heute sagen, dass unser Sommer nicht wirklich berauschend war. Gerade über die Ferienzeit tat es mir leid, dass sich die Daheimgebliebenen so mit den „Wassermassen“ auseinandersetzen mussten. Auch für unsere Schwimmbäder war es nicht gerade eine gute Saison.
So hoffen wir doch wenigstens auf einen langen, sonnigen und farbenfrohen Herbst oder anders gesagt, den vielgepriesenen „indian summer“.


Gabi und Walter Taverna, Restaurant Gemeindehaus: Ein Abschied in die Pension

Eine Ära ging zu Ende, liebe Leserin und lieber Leser, und dies am letzten Sonntag. Gabi und Walter Taverna, unser überaus beliebtes Pächterpaar des Gemeindehauses, feierten ihren Abschied im Rahmen der „Uustrinkete“. Es trafen sich nochmals unzählige Thayngerinnen und Thaynger zum letzten Abend und somit war das Restaurant nochmals zum Bersten voll. Zum einen feierte man zusammen und war fröhlich, zum anderen sah man beim einen oder anderen auch ein feuchtes Auge, war dieser Abend doch ein Abschiednehmen.
Im Namen aller möchte ich mich an dieser Stelle beim Wirtepaar herzlich bedanken, haben sie diesen Betrieb doch mit Herzblut und einem riesigen Engagement geführt und so unsere schöne Gemeinde auch über die Kantonsgrenzen hinweg noch bekannter gemacht. Somit bleibt noch, den beiden alles Gute und nur das Beste für den neuen Lebensabschnitt zu wünschen und wir sagen von Herzen: Vielen Dank!


Umbau/Neubau Alterswohnheim

Aufgrund der letzten und abschliessenden Planungsschritte und des Kostenvoranschlages durfte die Baukommission vom Bericht aus der Projektgruppe Kenntnis nehmen. Das Projekt ist nun baugesuchsreif, was uns natürlich sehr freut. Ebenso hat auch die Baukommission zugestimmt und somit legitimiert.
Der Gemeinderat wird nächstens das Personal sowie die Bewohnerinnen und Bewohner und die Angehörigen über die weiteren Details informieren.


Vandalismus, Abfall und Unfug

Leider muss ich an dieser Stelle wieder mal auf ein leidiges Thema aufmerksam machen. Sobald das Wetter etwas schöner ist, häufen sich auch die Berge des wild Weggeworfenen. Zudem muss festgestellt werden, dass gerade im Umfeld von Schrebergärten die Notdurft zum Teil auch auf privaten Flächen der Nachbarschaft verrichtet wird.
Das Schlimmste war übrigens ein halbes Dutzend zerschlagene Bierflaschen mitten auf dem Spielplatz Silberberg. Leider konnte die jugendliche Täterschaft trotz Bemühungen und Beobachtung einiger Anwohner nicht überführt werden. Sei es wie es will, aber dies, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, grenzt an Dummheit sondergleichen und hat mit Streiche spielen nichts mehr zu tun, sondern damit, dass man in Kauf nimmt, dass sich kleine Kinder schwerste Verletzungen auf einem Spielplatz holen können.
Somit mag ich an dieser Stelle vielleicht für rote Köpfe sorgen, aber liebe Erziehungsberechtigte schauen Sie mal wieder etwas genauer hin… wir tun es jetzt nämlich auch!


Strukturreform

Im Rahmen der Strukturreform können Sie sich sicher erinnern, dass wir die Organisationsanalysen fertiggestellt und die Massnahmen identifiziert und festgelegt haben. Was noch fehlt, sind die Fragen nach dem Führungsmodell oder anders gesagt, inwiefern sich der Gemeinderat dem Strategischen und weniger dem Operativen annehmen soll sowie der Effizienzsteigerung, die auch unsere Ortsverfassung betreffen würde. Wir dürfen sehr gespannt sein, in welche Richtung es geht. Übrigens wurden schon einige strukturelle Anpassungen im Hintergrund an die Hand genommen und haben schon spürbare Verbesserungen gebracht.


Buslinie 26

Man konnte es vernehmen. Die Linie 26 scheint gerettet zu sein, jedoch mit einschneidenden Massnahmen und einem grossen Leistungsabbau auf der einen, aber auch mit Verbesserungen auf der anderen Seite. Die Kurspaare wurden auf die höchsten Auslastungen gelegt, die Kindergarten und Schülertransporte gesichert und der Abendbus (Rufsystem) konnte bewahrt werden. Durch die Verlegung der Wartezeit von Opfertshofen zum Bahnhof Thayngen konnte zusätzlich Barzheim und der Zoll erschlossen werden. Der Abbau findet in den Zwischenzeiten und an den Wochenenden statt, und dies trifft zum Teil sehr empfindlich. Aber auch hier ist die Frage nach dem Angebot und der Nachfrage zu stellen. Der Gemeinderat ist jedoch bestrebt, die Linie zu retten. Aber dies geht nur mit Fahrgästen.
In diesem Zusammenhang wurde auch eine Kommission gebildet, die sich dieser Problematik annimmt. Die Arbeit wurde jedoch momentan sistiert (zwar mit einem Rettungsteilerfolg der Linie 26!), da sich basierend auf einem Entscheid einer kantonalen Behörde ein gewisses „Vakuum“ für eine jetzige Weiterarbeit gebildet hat.


Hinschied von Werner Winzeler

Leider hat uns die traurige Nachricht über den Hinschied unseres ehemaligen Gemeindepräsidenten Werner Winzeler erreicht.
Er führte die Geschicke unserer schönen Gemeinde als beliebter und geschickter, aber auch als standhafter und willensstarker Politiker von 1993 bis ins Jahr 2000 und hinterliess mit seinem Schaffen viele positive Errungenschaften. Er war ein Mann mit Prinzipien, der seine Linie hatte und diese einhielt. Eine Eigenschaft, die unser Dorf mitgeprägt und in vielen Teilen weiter gebracht hat. Wir werden sein Andenken in diesem Sinne bewahren.
Der Familie und den Angehörigen entbieten wir an dieser Stelle unser herzlichstes Beileid.


Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen eine schöne und gesunde Zeit!


Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident Thayngen
 


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