20.12.2016

Randnotizen Dezember 2016 von Philippe Brühlmann

 
Liebe Leserin, lieber Leser
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen… es war ein schönes Jahr, aus Sicht der Gemeinde zwar intensiv, aber trotzdem mit einigen Erfolgen gekrönt. Die Einen waren spürbar, die Anderen weniger, die Bilanz am Ende dieses Jahres darf man positiv zur Kenntnis nehmen. Ich erlaube mir einen kleinen Rückblick in den folgenden Zeilen:
 
„Nummer 5 lebt“… Unter diesem Titel wurde 1986 ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film über einen entlaufenen Roboter gedreht; nun, keine Angst, ich werde hier nicht über eine Filmkritik oder die Oscar-Verleihungen berichten. Der zutreffende Titel wurde anfangs Jahr im Facebook entdeckt und von einem interessierten Mitbürger einem ganz anderen Objekt bei uns in Thayngen gewidmet… das rote „Kunststoff-Stängeli“ für den Winterdienst an der neu umgestalteten Bahnunterführung an der Erlengasse ist gemeint. Ich bin mir nicht mal sicher, wie viele „Stängeli“ es schlussendlich waren, die den streifenden Fahrzeugen zum Opfer fielen. Aber es wird sicher wieder spannend diesen Winter, wie viele es in dieser Saison sein werden….bisher fehlt das „Stängeli“ noch…
In dem Zusammenhang, schon örtlich gesehen, durften wir Anfang des Jahres unseren Bahnhof mit der neuen Unterführung einweihen, was ein grosser Meilenstein für Thayngen bedeutete.
 
Wir hatten einige sehr interessante Abstimmungen: Der Februar war weichenstellend bezüglich die Strukturreform und brachte im Vorfeld einige Diskussionen mit sich. Der Souverän sprach sich klar für den gegebenen Weg aus, wobei aktuell die Entflechtung zwischen Kanton und Gemeinden an die Hand genommen wird. National waren an diesem Tag schwergewichtige Entscheidungen gefällt worden: Gotthard, Durchsetzungsinitiative, Ehestrafe und Nahrungsmittel; auf kantonaler Ebene wurde die Spitalvorlage angenommen.

Ebenso waren die Löhne der Gemeindepräsidenten im Kanton ein Thema. Und prompt, liebe Leserin und lieber Leser, geschah natürlich das, was viele ärgerte; auf der Landkarte des Kantons Schaffhausen glänzte Thayngen als „grauer Fleck“, ohne Angabe genau dieses Lohnes. Dummerweise war Ihr Gemeindepräsident auf weiter Reise und aufgrund der nicht vorgenommenen journalistischen Abklärung vor Ort (man hätte nämlich auf der Kanzlei nachfragen können, die Besoldung des gesamten Gemeinderates steht im Anstellungsreglement und dieses ist öffentlich einsehbar) stand diese Zahl nicht in der Zeitung. Der Betroffene hat sich dann nach seiner Rückkehr entsprechend geäussert und die Neugierigen schlussendlich mit der magischen Zahl bedient…

Das Entlastungsprogramm EP14 des Kantons gab auch viel zu reden und führte zu einer Abstimmung mit einzelnen Massnahmen, wie beispielsweise die Krankenkassenprämienverbilligung. Ebenso war vorgesehen, dass die Rastplätze Berg und Moos hätten geschlossen werden sollen. Dabei konnte der Gemeinderat einen Erfolg erzielen, dass der wichtige Rastplatz Berg vor dem Zoll offen bleibt. Die Nachwehen dieses Entlastungsprogrammes, gerade aus den Entscheiden, welche in der Kompetenz des Regierungsrates liegen, werden noch wirken und zum Teil überraschen – und für Gesprächsbedarf sorgen….

Rückblickend weiter erfreulich ist der Betrieb des Vereins Sunnegg in Barzheim. Im Sommer wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet, wobei diese überaus wichtige Institution besichtigt werden konnte. Damit wurde ein Einblick in ein je länger, je mehr wichtiges Angebot gewährt. Auch an dieser Stelle konnte die Gemeinde dank vielen freiwilligen Helfern einen Erfolg verbuchen.

Wir hatten auch viele tolle Events, sei dies das Jubiläum des DTV unterer Reiat, welches mir in sehr guter Erinnerung ist, der 1. August-Brunch in Hofen mit toller Ansprache oder die Experimentelle, Erzählzeit, Slowup, die Chränzlis usw…. Insofern darf man von mehr als einem sehr schönen Jahr sprechen.

Das grösste Projekt war und ist weiterhin der Umbau/Neubau des Alterswohnheims. Wie Sie wissen, wurden diverse Prüfungen bezüglich die Weiterführung der Aussenstation im Pflegezentrum in Schaffhausen durchgeführt. Nachdem die Bauphase 1 abgeschlossen wurde, sieht der Plan folgendes vor: Gemäss Bauprogramm wird per 1. Oktober die 2. Phase des Umbaus abgeschlossen sein. Das heisst, dass der nördliche Neubauteil sowie der gesamte Ostteil voll in Betrieb genommen werden können. Das bedeutet wiederum, dass zwei Fahrstühle, Küche, Wäscherei etc. vollumfänglich zur Verfügung stehen sowie Speisesaal und Cafeteria benützt werden können. Somit ist geplant, dass im Laufe des 3. Quartals 2017 sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Pflegezentrum wieder nach Hause kommen und gleich neue Zimmer beziehen können. Danach startet die 3. und letzte Phase mit der Sanierung des Westteils, Abschluss und Übergabe an die Bevölkerung Mitte 2018.

Auch das Ende dieses Jahres stand wie immer im Zeichen der Finanzen, das Budget wurde mit einem Ausgabenüberschuss von knapp 343‘000.- CHF verabschiedet. Ebenso wurde im Herbst nach einer intensiven Debatte der definitive Beitritt zum Naturpark in die Betriebsphase ab 2018 beschlossen – mit dem Beitritt von Schaffhausen ist dies nun besiegelt.

Und nun steht Weihnachten vor der Tür. Das Jahr verging wieder wie im Fluge. Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen und möchte an dieser Stelle allen danken, die unsere Gemeinde mit den Ortsteilen mit ihrem Engagement bereichern. Es ist nicht selbstverständlich, in einem aktiven Dorf mit einer motivierten Bevölkerung und einem solch riesigen Angebot leben zu dürfen. Tragen wir dem und uns Sorge, damit wir weiterhin positiv unsere gemeinsame Zukunft gestalten dürfen.

In diesem Sinne, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich Ihnen einen guten Rest des Jahres, eine besinnliche Adventszeit und schöne Weihnachten!
 
Herzlich,
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident
 
 
 
 


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