25.02.2013

Randnotizen Februar 2013 von Philippe Brühlmann

 
Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner
 
Die sonnigen und schneereichen Sportferien sind vorbei und ich hoffe, dass alle gesund und unfallfrei wieder aus den schönen Bergen zurück sind. Heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, wenn man bedenkt, wie sich das Material in den letzten Jahren verbessert hat. Galt es früher, elegant und mit ge­schlosse­nen Beinen die Piste hinunter zu „wedeln“, wird heute breitbeinig gecarvt. Die Geschwindigkeit geht über die Taillierung und die Kanten mit in die Kurve…Ein tolles Gefühl, denn man ist sehr schnell unterwegs. Leider graut es auch mir ab und zu, wenn von diversen „Sus Scrofa“ der Piste die Geschwin­digkeit ihre Bremskapazitäten mangels ihres Könnens übersteigt. Und dann kann‘s eben passieren…
 
 
Finanzielles 
Wir sind schon alle sehr gespannt auf die Rechnung der Gemeinde. Damit kann auch festgestellt werden, wie der Gemeinderat mit seiner Budgetierung steht. Man muss aber beachten, dass gerade die juristi­schen Personen sehr schwierig zu budgetieren sind, was sich dann in der Rechnung schlussendlich zeigt.
 
Werfen wir einen Blick auf unsere zukünftige Finanzplanung, fallen schon einige Dinge ins Gewicht, die uns sehr stark beschäftigen werden. So u.a. ein Teilbereich des Sparpaketes der Regierung ESH3, dem momentan sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vorgesehen ist die Verkleinerung des Kan­tonsbei­trages an die anrechenbaren Alters- und Pflegekosten von bisher 50 % auf neu 42 %. Dies wäre grund­sätzlich für die Gemeinden kein Problem gewesen, hätte dies in der ursprünglichen Form des Sparpakets kompensiert werden können. (Vorgesehene Gesamtentlastungen für die Gemeinden von insgesamt 3 Mio. Franken auf alle Gemeinden verteilt). Seit der Annahme der Krankenkassenverbilli­gungsinitiative hat sich das Blatt aber ganz klar gegen den kommunalen Finanzhaushalt gewendet. Wir rechnen fürs Budget 2014 nur in diesem Bereich mit mindestens 500‘000.- Franken Mehrausgaben, die wir nicht beeinflussen können.
 
Was sich ebenfalls noch zeigen wird, sind die Einflüsse der neu gebildeten kantonalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Einfach gesagt, vormundschaftlich hat die Gemeinde nach dem neuen Bun­desrecht nichts mehr zu sagen, die Kosten der Verfügungen der KESB hat sie aber zu tragen. Kein Zu­fall, dass sich dieser Satz sogar reimt, gehören die beiden Fakten doch unmittelbar zusammen.
So werden wir in nächster Zeit finanzplantechnisch sehr gefordert sein.
 
Schule und Kindergarten 
Die Entwicklung schreitet voran, die Baukräne stehen. Obwohl erfreulich, hat dies aber auch Konsequen­zen. Die Infrastruktur muss gestellt werden, und daher ist der Gemeinderat auch schon wieder in eine Runde der Schulraumplanung gestartet. Sind wir momentan rückläufig in der Oberstufe, zieht es in den jüngeren Altersklassen klar an. Wir eröffnen auf das neue Schuljahr 2 Kindergärten, um den Kindern den entsprechenden Raum zu geben. Gleichzeitig wird für die Jüngsten, die Spielgruppenkinder, eben­falls ein „neues“ Plätzli gesucht. Aufgrund der einen Kindergarteneröffnung steht nun der Kindergar­ten Mer­zenbrunnen für die Spielgruppe nicht mehr zur Verfügung. Wir bemühen uns, auch unseren Kleinsten eine gute Lösung anzubieten.
 
Alterswohnheim 
Die Submission ist auf gutem Weg. Der 26.3.2013, der Entscheidungstag für die Vergabe, ist wohl defini­tiv.
Der Gemeinderat ist nun noch daran, die Baukommission für den Umbau/Neubau des Alterswohnheims personell optimal aufzustellen, um alsbald mit der Arbeit zu beginnen und in die Konzeptionen einzustei­gen. Wichtig dabei ist nebst Bauspezialisten der Einbezug des Personals des AWH als Profis an der Front. Dieser Partizipation wird hohe Beachtung geschenkt.
 
Badi und Zementi Süd
Der Gemeinderat hat letzte Woche die Klausur abgehalten und die Legislatur- und Jahresziele definiert. Die Badivorlage kommt dieses Jahr vors Volk im Kontext mit dem Areal Zementi Süd sowie der zukünfti­gen Aufwertung des Kesslerlochs seitens des Kantons. Aufgrund der Badidiskussion, die nun schon seit bald Jahrzehnten ohne Resultat läuft, ist es höchste Zeit, die Antwort und Stossrichtung der Bevölke­rung mitzuteilen, die gangbaren Möglichkeiten zu unterbreiten und den Nagel per Volksabstimmung ein­zu­schlagen. Ebenfalls muss die Initiative des Vereins Wohnqualität West, die mit 742 Unterschriften die Umzonung des Gebiets von der Industrie in eine Zone für öffentliche Bauten verlangt, darin beantwortet sein. Ziel ist es, dass der Souverän weiss, wo seine Badi hinkommt, was sie kostet und wie sie erträglich finanziert wird und dies ohne jährliches finanzielles schwarzes Loch in der Rechnung. Jedoch müssen wir uns bewusst sein: Das Investitionsvolumen wird sich zwischen 4-5 Mio. einpendeln, exklusive Land….
 
Fasnacht
Sie war wieder mal lustig und fidel, farbig und ausgelassen. Gute Stimmung und eine super Organisation. Ob Kinderfasnacht, Hemdglunggiball oder grosser Umzug mit Monsterkonzert und Maskenball, die Fans des närrischen Treibens kamen auch in Thayngen dieses Jahr wieder voll auf ihre Kosten.
Vielen Dank den Verantwortlichen!
Übrigens: Wer sich noch für einen alten Fasnachtsbrauch aus napoleonischer Zeit interessiert, darf sich auf keinen Fall die traditionelle Barzheimer Fasnacht entgehen lassen, welche am 2. März um 13:30 Uhr beim Schulhaus startet!
 
Und das Beste zum Schluss: Die Bahnhofunterführung und Perronverlängerungen werden langsam konkret. Wir sind gespannt…
 
Ich wünsche Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Zeit!
 
Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
 
Gemeindepräsident Thayngen
 


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