24.06.2013

Randnotizen Juni 2013 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Ich glaube, man kann nun sagen, dass er da ist, der Sommer… nach langem Warten auf die warmen Temperaturen hat er sich nun wirklich ran gepirscht. Das Wasser in der Badi ist erfreulich warm und vermehrt sieht man gebräunte Menschen, die dem Vitamin-D-Haushalt durch Sonneneinstrahlung den nötigen Anschub geben. Hoffen wir nun, dass sich während den Sommerferien das Wetter von der sommerlichen Seite zeigt und auch so bleibt. Die Kinder (und die Eltern) hätten es verdient!


Abstimmung Wärmeverbund Oberdorf

Der Gemeinderat hat grosse Freude am Abstimmungsresultat über den Wärmeverbund Oberdorf.
Mit über 70 Prozent hat sich der Souverän klar für den Anschluss ausgesprochen, was für unsere Gemeinde ein weiteres wegweisendes Signal bedeutet. Es bestärkt auch die Exekutive in ihrer Stossrichtung, die erneuerbaren Energien in vernünftigem Masse zu nutzen und so auch der Wertschöpfung in der Gemeinde Sorge zu tragen. An dieser Stelle im Namen des Gemeinderates herzlichen Dank!


Alterswohnheim

Diverse weitere Schritte bezüglich des Umbaus/Neubaus des Alterswohnheims wurden getätigt. Nicht zuletzt wurden seitens Bauherrschaft, Architekten und Personal vom AWH zwei Beispiele von vergleichbaren Objekten besichtigt, welche in etwa die gleiche Ausgangslage sowie ebenfalls einen Neu- und Umbau als bauliche Herausforderung hatten. An den zwei Beispielen, Objekte im Raum Schaffhausen und Zürich, konnten die Philosophien erkannt werden. Handelte es sich beim einen um einen den Arbeitsabläufen gerecht werdenden Umbau/Neubau mit Kompromissen im Design, war das andere Objekt eine ziemlich klare Selbstverwirklichung des Architekten mit Abstrichen in den Prozessen.
Kleines Beispiel: In unserem AWH „kämpfen“ wir etwas mit den Säulen im Speisesaal, aber die sind aus statischen Gründen unverzichtbar. Im Designobjekt wurden solche Säulen aus ästhetischen Gründen erstellt. Zudem gibt es im ganzen Neubau  geölte Eichenparkettböden. Sieht zwar schön aus, aber ….?
Der Gemeinderat hat im Vorfeld immer betont, dass er unter Mitwirkung des Personals einen zweckmässigen Umbau/Neubau wünscht, der die nächsten 35-40 Jahre funktionell als Generationenwerk seine Aufgabe erfüllen muss. Somit konnte am Beispiel der besichtigten Objekte die gewünschte Richtung bekräftigt werden.


Schwimmbad, Sternen und Co.

Bevor nun die Sommerferien beginnen und die kommenden Wochen erfahrungsgemäss etwas ruhiger sein werden, möchte ich Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, noch eine kurzen Überblick über die wichtigsten Projekte und deren Stand geben:

Schwimmbad:
Das „wie weiter“ ist hauptsächlich abhängig vom Ausgang des Zementi-Süd-Falles und inwieweit der Gemeinderat in der Lage ist, über einen allfälligen Kauf des Landes mit der Besitzerin zu verhandeln. Die Badikommission hat sich klar geäussert, dass dieses Areal SOWIE der jetzige Standort Büte für einen Betrieb in Frage kämen. Vom jetzigen Stand her hat der Gemeinderat sämtliche Optionen in Form der verschiedenen möglichen Vorlagen mit den nötigen Argumentationen in der Schublade bereit. Was die Zementi-Süd-Angelegenheit betrifft, sei nochmal in Erinnerung zu rufen, dass das Umzonungsbegehren mit 742 Unterschriften von der Bevölkerung zur Verhinderung der Recyclinganlage lanciert wurde. Sollte diese Umzonung stattfinden, kommt dies vor dem Gesetz einer Enteignung gleich, wird somit zur gebundenen Ausgabe und die Gemeinde müsste das Grundstück zu einem festgesetzten Preis übernehmen. Findet die Umzonung nicht statt, ist mit einem Baugesuch der Landbesitzerin zu rechnen.

Kulturzentrum Sternen:
Der Stiftungsrat hat seine Arbeit aufgenommen, die Stiftung ist eingetragen und handlungsfähig, das Gebäude ist überschrieben und das Geld wurde ausbezahlt. Der Gemeinderat zeigt sich hoch erfreut über den Schwung, mit dem der Stiftungsrat sich an die Arbeit macht.

Revision der Bau-und Nutzungsordnung 2006:
Die BNO-Revision ist in ihrer abschliessenden Phase. Die jetzige Revision wurde nötig durch die Fusion mit den Gemeinden des Unteren Reiat zur Harmonisierung auf dem gesamten Gemeindebann. Die Vorprüfung läuft an und die Auflage wird nach einigen Infoveranstaltungen für die Betroffenen nach den Sommerferien beginnen. Der Gemeinderat hofft, im Rahmen einer allfälligen Zusatzsitzung des Einwohnerrates eventuell im Oktober die revidierte BNO verabschieden zu können.

Strukturreform in der Verwaltung:
Diese ist in der Anfangsphase und nimmt sanft Anlauf. Sie wird nebst einem schlanken Projektausschuss mit Personalvertretung von internen Arbeitsgruppen und externer Beratung gestartet. Diverse Themen werden nach einer IST-Zustandsanalyse behandelt werden: Organisationsstruktur, Aufgaben/Kompetenzen/Verantwortung, Prozesse, E-Gov, Kommunikation, Lohnbandkalibrierungen, integrierte Aufgaben und Finanzplan etc.

Erste Erfahrungen mit der KESB: (Kantonale Erwachsenen- und Kinderschutzbehörde, Ersatz für die Vormundschaftsbehörden in den Gemeinden, Bundesgesetz)
Dort bleibt erfreulicherweise zu erwähnen, dass die regionale Berufsbeistandschaft Thayngen ihre Arbeit erfolgreich aufgenommen hat und somit operationell ihre volle Präsenz zeigt. Nichts desto trotz sind bei der Einführung einer neuen Institution Schwierigkeiten zu erwarten gewesen und sind teilweise auch eingetroffen. Diese sind aber hauptsächlich Sache des operativen Geschäfts resp. Sache des Kantons und von dort aus zu lösen. Die Zusammenarbeit kann im Grossen und Ganzen als gut beurteilt werden.

Schulraumplanung:
Diese ergibt sich (erfreulicherweise) aus dem Zuzug von Familien und ist nicht ganz einfach voraussehbar. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die aufgrund von gewissen Indikatoren einen fristgerechten und vernünftigen Plan ausarbeitet. Es zeigt sich aber als nicht ganz einfache Aufgabe, einen "genauen" Plan zu verfassen, da es immer wieder Verschiebungen und Fluktuationen gibt. Aber wir sind gespannt.

Steuerungsausschuss ÖV Reiat:
Die Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen und Vergleiche mit anderen Gemeinden mit analogen Problemen angestellt. Aufgrund dieser Beispiele ist ersichtlich, dass es möglich ist, kostengünstige Lösungen zu finden, die die Bedürfnisse abdecken können.
Die Linie 26 wird wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, in ihrem Einzugsgebiet die nötige Auslastung von 20% zu erreichen. Insofern beschäftigt sich der Steuerungsausschuss nebst dem unteren Reiat auch mit Lohn, Barzheim sowie dem Ortsbuskonzept Thayngen von 2011, um allenfalls eine Gesamtlösung anzustreben.


Zum Schluss…

Die Tagesschule findet weiterhin einen erfreulichen Anklang und ist an gewissen Tagen schon voll besetzt. Zudem fanden einige tolle Events statt: Nutzfahrzeugtreffen, Einweihung der neuen Pfadihütte, Auszeichnung des Rest. Hüttenleben und Aufnahme in den „Goldenen Fisch“, Rückkehr unserer erfolgreichen Turnerinnen und Turner aller Ortsteile vom Eidgenössischen, welche erfolgreich den Gewalten und Kräften des Wetters getrotzt haben.

Ich wünsche Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Zeit, einen schönen und warmen Sommer und jenen, die in die Ferien fahren, eine gute Erholung!


Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann

Gemeindepräsident Thayngen
 


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