25.03.2014

Randnotizen März 2014 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Der Monat März, der sich mit einigen guten Nachrichten und frühlingshaften warmen und sonnigen Tagen auszeichnete, wurde von einem schweren Unfall am Kreuzplatz überschattet, der wohl alle schwer betroffen machte. An dieser Stelle möchte ich im Namen des Gemeinderates der Familie und allen Angehörigen unser tiefstes Beileid aussprechen.

Tagesschule
Unsere Tagesschule ist weiterhin auf einem erfolgreichen Kurs und ist offensichtlich ein sehr beliebtes Angebot in der Gemeinde und über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Tagesschule, die vor fast 2 Jahren eigentlich aus einer Notsituation heraus entstanden ist, nämlich das Schulhaus im Unteren Reiat zu erhalten, hat sich als richtige Entscheidung entpuppt. Sie ist heute ein wichtiger Standortfaktor für unsere Gemeinde. Die Verantwortlichen arbeiten mit viel Engagement und Herzblut für diese im Kanton noch einzigartige Sache. Die Beliebtheit der Schule zeugt davon, dass ein solches Angebot viel Gehör findet und entsprechend ein Bedürfnis darstellt.

Ein wichtiger Hinweis für Interessenten:
Da die Vorbereitungen für das Schuljahr 2014/15 angelaufen sind, ist es wichtig, die Anmeldungen der Kinder umgehend vorzunehmen.


Spar und Leihkasse Thayngen: Wiederum ein erfolgreiches Jahr
Der Gemeinderat ist höchst erfreut über das hohe Engagement des Verwaltungsrates der Clientis Spar- und Leihkasse Thayngen und schätzt die Umsetzung der gemeinsamen Strategieideen - nämlich eine Bank für die Bevölkerung und in der Region verankert zu sein. Die Aktienverkäufe gehen stetig voran. Einerseits stocken bestehende Aktionäre auf, andererseits konnte eine Anzahl neuer Aktionäre gewonnen werden. Der Gemeinderat muss aber über die Frage debattieren, inwieweit die Aktien verkauft werden sollen. 70% der Aktien sind noch in der Hand der Gemeinde. Somit muss die strategische Frage angegangen werden, ob man in Zukunft unter die angestrebten 67% resp. die qualifizierte Mehrheit gehen will oder nicht. Dazu wird man sich bald äussern. Vielleicht zur Erinnerung: Laut Verfassung darf nicht unter einen Anteil von 51% gegangen werden. Der Gemeinderat sieht insofern keinen Handlungsbedarf und freut sich, auch in Zukunft eine starke und zukunftsorientierte Bank in der Gemeinde zu haben und bedankt sich beim Verwaltungsrat, der Bankleitung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spar- und Leihkasse Thayngen für ihre Arbeit und gratuliert zu diesem Glanzresultat.

Kurz zum Resultat: Die Spar- und Leihkasse erarbeitete im Jahr 2013 wiederum einen Gewinn von 1.55 Mio Franken, dies bei einer Bilanzsumme von fast 448 Mio Franken und einem daraus resultierenden Eigenkapital nach Gewinnverwendung von 64.7 Mio Franken. Die Kundenausleihungen haben um 3.6% auf rund 386.2 Mio und die Kundengelder um 6.2% auf 322 Mio Franken zugenommen. Erwähnenswert ist sicher auch die Effizienz der Bank bezüglich dem sogenannten „Cost/Income“-Faktor, welcher aussagt, wieviel aufgewendet wird, um einen Franken zu verdienen. Dieser Wert liegt bei 54.2 (zum Vergleich, UBS und Credit Suisse warten mit Werten um die 70 auf). Bezogen auf den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme (Leverage ratio) schliesst das Jahr mit einem Prozentsatz von 13.8, was wiederum einen Spitzenplatz unter den Schweizer Banken bedeutet.


Klausurtagung des Gemeinderates
Auch dieses Jahr zog sich der Gemeinderat rund 1 1/2 Tage zur Klausur zurück und beschäftigte sich mit folgenden Themen:
Das erste Thema war die Standortbestimmung der Legislaturziele sowie der Definition der Jahresziele 2014. Danach wurde, angelehnt an das Leitbild sowie dessen Zwischenbericht, über die Strategie der Firmenansiedlungen und die Entwicklungsvision bis ins Jahr 2020 diskutiert und Entscheidungen gefällt. Danach ging es um die Organisationsanalyse der Strukturreform und eine erste Lesung der vorgeschlagenen Empfehlungen. Ein weiteres Thema war die Strukturreform im Kanton mit der Frage, was mit unseren «Werten» bei einer allfälligen Verwaltungszentralisierung beim Kanton bei gleichzeitiger „Grossgemeindebildung“ geschehen soll. Danach wurden die Erfahrungen, die aufgrund der vor einem Jahr neu zusammengesetzten Referate gemacht wurden, diskutiert. Daraus resultierte, dass das Alterswohnheim/die Spitex aus dem Referat Schule und Soziales auf die Zentralen Dienste verschoben wurde. Unter Verschiedenem wurde noch eine allfällige Partnerschaft mit der Gemeinde Val Müstair besprochen.


Neuer Verband der Gemeindepräsidenten im Kanton Schaffhausen
„Kampfansage an den Kanton“, titelte kürzlich eine häufig in der Region gelesene Tageszeitung. Was auf den ersten Blick so aussieht, ist aber allerdings nicht ganz so gemeint. Die Gemeindepräsidenten, bisher in einer eher lockeren Vereinigung organisiert, haben sich zu einem Verband zusammengeschlossen, um die Interessen der Gemeinden besser vertreten zu können. Sinn und Zweck des Verbandes ist es, in einem partnerschaftlichen Verhältnis mit dem Kanton die Stimme der Kommunen hörbar zu machen. Ganz nach dem Motto: Partnerschaftlich, berechenbar, zuverlässig, wenn nötig hart in der Sache und fordernd im Ton.

Der Verband wurde nicht zuletzt gegründet, um dem fortan schleichenden Abbau kommunaler Leistungen an die Bürgerinnen und Bürger Einhalt zu gebieten und in dem immer komplexer werdenden Umfeld Gehör zu verschaffen. Wie auch die Wirtschaft immer weniger im kantonalen Parlament vertreten ist, ist dies auch bei den Gemeinden der Fall, was mitunter zu Entscheidungen führte, was nicht im Sinne der Gemeinden war. Somit wird die Arbeit dieses Verbandes in Zukunft sicher interessant zu verfolgen sein.


Erzählzeit 11. April 2014 mit einem hochkarätigen Autor
Ein Highlight im April wird die Erzählzeit sein. Peter Stamm, einer der bedeutendsten Autoren der Schweiz mit Wurzeln in Thayngen, wird aus seinem Buch „Nacht ist der Tag“ vorlesen. Es geht dabei um
eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin, die bei einem Unfall ihren Mann verliert. Und ihr Gesicht. Eindringlich, mit leisen Worten und unausweichlichen Bildern erzählt Peter Stamms neuer grosser Roman von einer Frau, die ihr Leben verliert, aber am Leben bleiben muss - eine Tragödie, die zu einem Neuanfang wird…. Also, den Termin in der Agenda rot anstreichen und vorbeischauen am 11. April in der Lammscheune an der Schulstrasse. Türöffnung ist um 19:30 Uhr. Vorstellung des Autors von Stefan Zanelli, Präsident des Kulturvereins, musikalische Umrahmung von Sabine Schneider und im Anschluss an die Lesung Apero!
Wir freuen uns auf Sie!


Fasnacht, Chränzli und weitere Höhepunkte
Und wieder ist die 5. Jahreszeit vorbei, die Fasnacht. All die Guggen, Narren, Gecken und alle anderen Besucher in bester Laune konnten bei wunderbarem Wetter feiern. Ein voller Erfolg! Ebenso das Halle 7-Jubiläum, welches bei guter Küche und Kino sein langjähriges Bestehen feiern konnte. Wunderbar musikalisch ging es auch am Chränzli des Musikvereins zu. Zudem wurde im Kulturzentrum Sternen die Ausstellung von Peter Ruf eröffnet, die absolut sehenswert ist!

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen eine schöne und gesunde Zeit!

Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident Thayngen
 


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