30.10.2013

Randnotizen Oktober 2013 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Nachdem ich das letzte Mal die schönen Farben und Stimmungen des Herbstes lobte, ist in diesem Moment, in dem ich diese Zeilen an Sie verfasse, genau diese schöne Stimmung draussen vorhanden. Kräftige Farben, warme Sonnenstrahlen und ein zügiger Herbstwind geben nun den herbstlichen Begebenheiten ihren Reiz. Ich denke da gerade an die Traubenernte - wurde der Riesling schon erfolgreich abgeerntet, ist es nun ein grosses Glück, dass zur Blauburgunderernte die Sonne nochmal kräftig nachzieht. Aus diesem Grund sollte es ein guter Jahrgang werden und wer weiss, wenn Petrus noch etwas gnädig ist, erhalten wir vielleicht noch eine gute Spätlese.


Reiat heute
Die 8. Gewerbeschau war aus Sicht der Gemeinde ein riesen Erfolg! Mit Beginn des Wirtschaftsapéros am Freitagnachmittag, an dem uns übrigens Regierungsrat Reto Dubach und Nationalrat Thomas Hurter mit ihren Grussworten und Ansprachen beehrten, herrschte eine gute und fröhliche Stimmung unter den Besuchern und Ausstellern. Es war eindrücklich, wie sich das Gewerbe an seiner Leistungsschau präsentierte und man kann und muss den Ausstellern, ganz besonders dem OK der „Reiat heute“, gratulieren und danken für diese tolle Ausstellung, die mal wieder die ganze Stärke des Reiat gegen aussen präsentierte! An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer.

Feuerwehr Hauptübung
Die Feuerwehr Thayngen hat mit der Betriebsfeuerwehr der Unilever gemeinsam die Hauptübung bestritten. Es war eine spannende, effiziente und eindrückliche Übung, an der man sich wiederum von der Einsatzfähigkeit beider Wehren überzeugen konnte. Auf mehrere Posten verteilt, wurde dem Besucher gezeigt, wie man ein Auto aufschneidet, eine Tiefenrettung mit der Drehleiter ausführt und Menschen mit der Leiter aus den Stockwerken rettet. Sogar unser Knorrli wurde vom Dach des Unilever-Bürotraktes aus seiner misslichen Lage mit der Drehleiter befreit, was vor allem die Kinder erfreute.
Abgerundet wurde die Übung mit der offiziellen Übergabe des neuen Iveco-Tanklöschfahrzeuges, welches nun definitiv im Einsatz für den Stützpunkt steht. Somit haben wir aktuell einen mit Spitzenmaterial ausgerüsteten Stützpunkt.

Ebringerstrasse
Die Ebringerstrasse muss sich momentan für einige Anwohner wie das Paradies anfühlen, wird doch auf deutscher Seite die Zufahrt saniert. Diese Zeit wird nun vom Gemeinderat genutzt, nochmals Messungen durchzuführen und somit ganz genaue Zahlen bezüglich der Verkehrszusammensetzung zu erhalten. Es muss aber trotzdem nochmals darauf hingewiesen werden, dass wir von einer Kantonsstrasse reden und somit der Verkehr als „zumutbar“ gilt. Aber Sie erinnern sich, liebe Leserin und lieber Leser, an meine letzten Zeilen bezüglich dieser Problematik. Ich habe damals auf das geplante 3. Lichtsignal vor dem Zoll auf deutscher Seite hingewiesen, welches das neue Gewerbegebiet im Stammlerbühl erschliessen soll. Insofern stehen wir definitiv vor einer Diskussion über das gesamte wie weiter, weil wir auf jeden Fall nicht bereit sein werden, die Konsequenzen für eine komplette Fehlplanung seitens der Bundesrepublik Deutschland auf der Hauptverkehrsachse Stuttgart-Mailand mitzutragen.

Budget
Das Budget wird im November sicher zu einigen Diskussionen führen, was auch erwünscht ist. Der Gemeinderat legt dem Einwohnerrat ein Budget mit einem Aufwandüberschuss von knapp CHF 160‘000.- vor. Die grössten Brocken liegen im Sozialbereich. Aber da der Kanton die Zahlen der anfallenden Kosten der Prämienverbilligungen etwas nach unten korrigieren konnte, fällt dieser Betrag nicht so stark ins Gewicht wie zuerst angenommen. Grössere Posten, die sicher zu Diskussionen führen werden, könnte zum Beispiel die Erweiterung des Polizeipersonals um einen Beamten sein, um innerhalb eines Leistungsauftrages mehr Präsenz auf dem Gemeindebann zu erhalten und dem zunehmenden Vandalismus, den Verunreinigungen, den Nachtruhestörungen usw. entgegen zu wirken, oder der Beitrag zur Gemeindekommunikation in Form eines Infoblattes, obwohl die genaue „Art“ und die Stossrichtung über das „wie“ noch nicht ganz definitiv sind. Wir sind gespannt auf die Diskussion. Der Infoabend findet übrigens am 6. November um 20:00 Uhr im kleinen Reckensaal statt.

Alterswohnheim
Die grosse Baukommission hat sich das erste Mal im Ratskeller getroffen und die Resultate der Feinplanung der Architekten studiert, sich informieren lassen und für die vorgeschlagene Konzeption grünes Licht gegeben. Nun geht es weiter mit den Feinplanungen: Gastrobereich, Pflege, Spitex, Elektro, Heizung, Lüftung, Klima usw. Dazu werden kleinere Kernteams für die entsprechenden Abteilungen gebildet, in denen sich die Belegschaft resp. das Kader zu den Arbeitsabläufen einbringen kann und soll, um von Anfang an die richtigen Fakten zur Planung zu liefern. Somit wird sichergestellt, ein solides und gutes Generationenwerk für die nächsten 35 bis 40 Jahre zu erhalten. Da die Planung mehr Zeit in Anspruch nimmt, rechnet man zurzeit mit einem Baubeginn Ende 2014.

Netzwerk freiwillige Begleitung
An dieser Stelle möchte ich es nicht unterlassen, einer Institution oder besser gesagt, den Einwohnern, die sich dafür engagieren, einen grossen Dank auszusprechen. All denen, die sich für das Netzwerk freiwillige Begleitung einsetzen und sich für Einwohner unserer Gemeinde freiwillig engagieren, gilt unser aller Respekt und Dank. Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich so stark für die Allgemeinheit einsetzt und seine freie Zeit anderen Menschen widmet.
Obwohl bereits über 50 Personen im Namen des Vereins Netzwerk freiwillige Begleitung Freiwilligenarbeit leisten, werden nach wie vor Freiwillige gesucht. Sollten Sie, liebe Leserin oder lieber Leser, auch den Wunsch verspüren, Zeit in die Freiwilligenarbeit zu investieren, werden Sie auf der Kanzlei der Gemeinde Thayngen bestens beraten. Auch auf dem Flyer, der kürzlich in die Haushalte verteilt wurde, finden Sie weitere Informationen. Sie können sich aber auch am Stand an der Chilbi informieren und dort gleich noch am Ballonwettbewerb mitmachen.


Und zum Schluss: Im September 1973 wurde Helmut Gross Bürgermeister der Stadt Tengen. Er ist somit einer der dienstältesten Bürgermeister in Deutschland und hat mit seiner Art und Verbundenheit die Gegend über die Grenzen unserer Nachbargemeinde hinaus geprägt. Wir Thaynger gratulieren ganz herzlich zu diesem ausserordentlichen Jubiläum!


Ich wünsche Ihnen allen eine gesunde und erfolgreiche Herbstzeit!

Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident Thayngen
 


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