27.10.2015

Randnotizen Oktober 2015 von Philippe Brühlmann


Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

Mir wurde kürzlich wieder bewusst, in welch schöner Gemeinde und eindrücklicher Landschaft wir leben dürfen. In den Schulferien nutzte ich die Gelegenheit zu einer ausgedehnten Wanderung mit Familie und allem was dazu gehört. Natürlich auch mit einem kleinen Feuer für die warme Zwischenverpflegung in Form einiger ausgesprochen guter Cervelas. Die farbigen Wälder in kräftigen roten und gelben Farbtönen, die kleinen ausgedehnten Nebelbänke über den Fluren und die dazwischen drückende Herbstsonne gab unserer schon wunderschönen Gegend einen ganz speziellen Zauber. Es ist ein Geschenk, an einem solchen Ort in Frieden und Sicherheit leben zu dürfen!

Die kommende Abstimmung…

Am 15. November stimmen wir über den Gegenvorschlag zur Volksinitiative im Zusammenhang mit dem Zemänti-Süd-Areal ab. An dieser Stelle erlaube ich mir ein paar Zeilen darüber zu verlieren, ist die Vorgeschichte doch sehr komplex. Somit ist es für die Interessierten vielleicht wichtig zu wissen, dass in der Abstimmungsbroschüre sehr viele Informationen zu finden sind: Die Vorgeschichte, die Massnahmen, die Strategien und auch das Wichtigste in einer kurzen Zusammenfassung. Für den Gemeinderat war es sehr wichtig, in der ganzen Diskussion den volkswirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Die Lösung sah man in einer möglichen Umzonung in eine Gewerbezone, die einerseits einer wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Areal nichts entgegen hält und andererseits dem öffentlichen Interesse, sprich einer Aufwertung des Kesslerlochs, Rechnung tragen kann.

Nutzen Sie also die Gelegenheit, diese Broschüre zu lesen, enthält diese viele wichtige Informationen zur Meinungsbildung. Seien Sie auch kritisch gegenüber gewissen Argumenten, gerade was die Schadenersatzforderungen betrifft. Aufgrund des Rückzugs der Initiative sind Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe grundsätzlich vom Tisch, da mit dem Rückzug auch die Gefahr einer materiellen Enteignung nicht mehr gegeben ist. Das ist Fakt, auch wenn teilweise anderes behauptet wird.

Ebenso wichtig zu wissen ist Folgendes: Bei einem Ja zum Gegenvorschlag heisst dies nicht, dass die Umzonung vollzogen ist; ein Ja bedeutet, dass der Gemeinderat den Auftrag zur Umzonung entgegennimmt und das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren startet. Ein Nein bedeutet, das wieder aufgenommene Quartierplan- und folgende Baubewilligungsverfahren abzuschliessen. Interessantes Detail dabei ist auch, dass die Gemeinde mittlerweile im Besitze der Parzelle zwischen Kesslerloch und dem betroffenen Areal ist und sich damit im Quartierplanperimeter befindet, was einen gewissen Einfluss zulässt.
Nutzen Sie nun die Möglichkeit Ihre Meinung zu bilden, informieren Sie sich und noch wichtiger, gehen Sie an die Urne und stimmen darüber ab.

Das liebe Geld…

… beschäftigt uns ausserordentlich…ich habe Sie darüber in den letzten Randnotizen schon kurz informiert. Nun, nach unzähligen Budgetsitzungen, Nachbesserungen, Identifikation möglicher Sparmassnahmen und unzähligen Stunden von nervenaufreibender Arbeit wird der Gemeinderat nächstens mit den Zahlen an die Öffentlichkeit treten. Wie schon vorab angekündigt, ist durch einen grossen Einbruch an juristischem Steuersubstrat eine Situation eingetreten, die einiges in den Schatten stellt. Die Ausgangslage, welche man leider als sehr mühsam bezeichnen muss, ist, dass man nie genau in Erfahrung bringen kann, was ungefähr auf einem zukommt, obwohl der Gemeinderat stetig am Ball geblieben ist und hartnäckig Informationen fordert. Obwohl in den letzten Jahren einige Worst-Case-Szenarien (schlechtesten oder ungünstigsten anzunehmenden Fall) finanzplantechnisch berechnet wurden, präsentiert sich beim Eintreffen der Verhältnisse die Handhabung der Situation mehr als schwierig.

Unsere Gemeinde ist nämlich wahrlich ein Schmuckstück… Thayngen ist hinter Stein am Rhein auf Rang 2 der attraktivsten Gemeinden im Kanton Schaffhausen. Dies hat aber damit zu tun, dass sich Thayngen heraushebt; Kultur, Vereine, sozialer Zusammenhalt, gesundes Gewerbe, die aktiven Menschen, Landschaft … dies macht eine Gemeinde aus. Ein Gemeinderat kann dabei helfen, indem er die Rahmenbedingungen optimal setzt, um dieser fortwährenden Entwicklung und Erhaltung unserer Lebensqualität den Freiraum zu gewährleisten. Dieser Spielraum, liebe Leserin und lieber Leser, wird leider nun sehr klein und somit wird es nicht ganz zu vermeiden sein, dass gewisse, zum Teil auch schmerzhafte, Einbussen angenommen werden müssen.

Erst recht: Der Gemeinderat wird weiterhin auch rollend zielgerichtet Massnahmen verfolgen, um die Lage zu verbessern und damit sämtliche Register ziehen.
Am 3. November haben Sie übrigens die Gelegenheit, sich an der Informationsveranstaltung über die Voranschläge 2016 zu informieren. Beachten Sie dazu für Details die entsprechenden Publikationen.

Veranstaltungen…
Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber im Herbst freue ich mich immer wieder auf die vielen schönen Anlässe… Jubiläen diverser Vereine, Turnerchränzlis, Vortragsreihe des Kulturvereins, die Chilbi und vieles mehr… wenn man sich nur mal kurz vorstellt, wieviel Herzblut, Engagement und freiwillige Stunden hinter all dem steht, darf man stolz sein auf unser Dorf mit allen Ortsteilen und respektvoll zu jenen Aufschauen, die diese Motivation nach aussen tragen und diesen wichtigen Aspekt unseres Zusammenlebens erhalten!

In diesem Sinne, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich Ihnen einen schönen Herbst und bis bald!

Herzlichst
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident Thayngen
 


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