13.09.2016

Randnotizen September 2016

 
 

Liebe Einwohnerin, lieber Einwohner

 

Nach einer sehr langen Sommerpause und ersten Wahlen melde ich mich wieder mit meinen Randnotizen zurück. In der letzten Grossauflage konnten Sie ja anstelle meiner Zeilen die Stellungnahme des Gemeinderates zur Badi lesen.

 

Nun, die Zeit ist seither nicht stehengeblieben und man hat das Gefühl, dass sie immer schneller vorbei geht. Wahrscheinlich empfinden dies auch andere so. Aber wenn ich mir vorstelle, dass wir in etwas mehr als dreieinhalb Monaten wieder Weihnachten feiern, frage ich mich schon, wo denn die Zeit geblieben ist. Aber nun eins nach dem andern.

 

Alterswohnheim

Wie Sie vielleicht schon erfahren haben, hat der Gemeinderat das weitere Vorgehen bezüglich der Prüfung einer Gesamtauslagerung an der letzten Einwohnerratssitzung präsentiert. Dies aufgrund der Nachricht, dass das Pflegezentrum, in dem ein Teil unserer Bewohner aktuell zu Hause ist, per Ende dieses Jahres schliessen wird. Das Resultat respektive das Vorgehen, welches mit dem neuen Heimleiter sowie der Kommission für Gesundheit und Alter erarbeitet wurde, sieht nun folgendermassen aus: Gemäss Bauprogramm wird per 1. Oktober die 2. Phase des Umbaus abgeschlossen sein. Das heisst, dass der Neubauteil sowie der gesamte Ostteil voll in Betrieb genommen werden können. Das bedeutet wiederum, dass zwei Fahrstühle, Küche, Wäscherei etc. vollumfänglich zur Verfügung stehen sowie Speisesaal und Cafeteria benützt werden können. Somit ist geplant, dass im Laufe des 3. Quartals 2017 sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Pflegezentrum wieder nach Hause kommen und gleich neue Zimmer beziehen können.

 

Aufgrund dieses Vorgehens ergeben sich viele Vorteile: Die Lebensqualität der Bewohner steigt (man ist wieder daheim), die Arbeitsabläufe der MitarbeiterInnen werden vereinfacht, weniger Administrativaufwand, nur noch ein Team, der Transportaufwand fällt weg, tiefere Kosten bei Unterhalt und Reinigung, Wegfall von Mietkosten, reduzierte Umzugskosten, einfachere Arztvisiten usw.

 

Somit sind alle von den baulichen Einschränkungen betroffen, die aufgrund der 3. Bauphase stattfinden, jedoch wird das „zu Hause sein in Thayngen“ schwerer gewichtet. Der Abschluss der 3. Phase, sprich Fertigstellung des Generationenwerks, wird nach heutigem Stand Ende Juni 2018 sein.

 

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass am 27. September 2016, um 19:00 Uhr, für alle eine Information im Speisesaal stattfinden wird. Einerseits wird dort über die Kostenentwicklung und den Bauablauf informiert und andererseits nochmals auf das weitere Vorgehen eingegangen. Bitte beachten Sie dazu die entsprechenden Hinweise im Thaynger Anzeiger.

 

 

Budget 2017

Der Gemeinderat steht mitten in den Lesungen des Budgets 2017. Natürlich ist die Situation noch dieselbe wie vor einem Jahr. Das heisst, die Ausgaben sind mangels Einnahmen im Rahmen zu halten und wir müssen weiterhin diszipliniert handeln. Es bestehen einige Fakten, die gegeben sind. Beispielsweise die Änderung des Einführungsgesetzes des ZGB, wobei nun die Inventaraufnahme bei Todesfällen unter gewissen Voraussetzungen von den Erben selbst erledigt werden kann. Somit entfallen auch Gebühreneinnahmen. Oder die verworfene Vorlage des EP14 bezüglich der Krankenkassenprämienverbilligung, die bei uns gute 2 Steuerprozente ausmacht. Somit ist Wünschbares weiterhin vom Nötigen klar zu trennen. Sobald die Zahlen bekannt sind, wird der Gemeinderat entsprechend informieren.

 

 

 

Wahlen

Die Wahlen sind voll im Gange. Für die Kantonsratswahlen stehen ja bekanntlich über 500 Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung. Dadurch ist je nach Wahlverhalten die Möglichkeit gegeben, das Parlament ein wenig zu erneuern. Der Schaffhauser Kantonsrat war bekanntlich in letzter Zeit nicht unbedingt der effizienteste, was auch die Presselandschaft in der Deutschschweiz bemerkte. Bei den Baugesetzrevisionen beispielsweise war und ist Kompromissbereitschaft zwischen den Lagern eher ein Fremdwort. Nun, man kann sagen, das ist Parlamentsarbeit und das ist einfach so.

 

Was aber eher hintergründig auffällt, ist ein subjektiv empfundener Drang der Verwaltungen, angefangen beim Bund, immer mehr zu professionalisieren. Vorzugsweise so, dass die Leistung und Bestimmung auf Bundes- resp. Kantonsebene stattfinden und die Gemeinden zahlen. Das wirkt sich automatisch auch auf die Parlamentsarbeit aus. Beim Bund werden die Glaspaläste in und um Bern grösser und der „Think-tank“ (aus dem englischen: Denkfabrik) wird immer kreativer, worauf die Kantone reagieren und die Gemeinden partizipieren müssen/sollten. Ein Beispiel ist der Geschiebehaushalt der Gewässer. Die Berufsbeistandschaften im Zusammenspiel mit der KESB sind ein weiteres Paradebeispiel, welches man laut der Bundesgesetzgebung auf Kantonsebene klar hätte entflechten können nach dem Motto, wer zahlt, befiehlt auch. Aus der Professionalisierung ziehen die einen eben einen Gewinn. Aber wo bleiben das Volk, der gesunde Menschenverstand und die Eigenverantwortung, wenn man sich immer mehr reguliert? Mit zunehmender Dichte unserer Gesetze steigt auch der Aufwand, was sich auch auf Gemeindeebene auswirkt. Nun, man kann sagen, der hier Schreibende sitzt ja auch in diesem 60-köpfigen Parlament. Wenn man aber schaut, wie viele echte Gemeindevertreter noch in diesem Parlament sitzen, muss man sich nicht wundern, wenn man als Verfechter der Gemeindeautonomie gegen Windmühlen kämpft. Obwohl, man darf nie vergessen, wer den Staat trägt: Es ist nicht der Bund oder die Kantone, es sind die 2300 Gemeinden der Schweiz.

Nutzen Sie also die grosse Auswahl der freundlich lächelnden Kandidaten auf den Plakaten und Flyern. Die Mischung macht‘s schlussendlich aus….

 

 

Sächeli

Am Samstag, 17. September 2016, findet die Hauptübung der Feuerwehr Thayngen um 14:30 Uhr in Barzheim statt. Ein Besuch lohnt sich, hat man doch die Gelegenheit, unseren Top-Einsatzkräften über die Schulter zu schauen!

 

Am Abend gleichentags findet die Museumsnacht ab 18:00 Uhr im Sternen statt. Nutzen Sie auch diese Gelegenheit, hat der Sternen nebst Kulinarischem sehr interessante Ausstellungen im Angebot: Max Baumann, Tobias Mattern und Martin Harzenmoser - ein tolles Programm!

 

Liebe Leserin, lieber Leser, ich wünsche Ihnen eine schöne Spätsommerzeit und freue mich auf weitere Begegnungen!

 

Herzlichst

Ihr Philippe Brühlmann

Gemeindepräsident Thayngen



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