11.04.2017

Randnotizen April 2017 von Philippe Brühlmann

 
Liebe Leserin, lieber Leser
 
Der April hat begonnen. Jedoch nicht wirklich wie gewohnt, indem sich Regen und Sonnenschein kurzfristig abwechseln und manchmal sogar noch das eine oder andere Schneeflöcklein vom Himmel fällt. Der März war seit 1994 nie mehr so warm, was auch in unserer Gegend für eine ziemliche Trockenheit sorgte. Dafür ist es schön anzusehen, wie das zarte Grün aus den Knospen spriesst und einige Obstbäume ihre Blütenpracht offenbaren. Auch die Gewitter vom letzten Sonntagabend waren eher ungewöhnlich. Sind wir mal gespannt, womit uns der Frühling noch überraschen wird…
 
 
1. August-Feier

In diesem Jahr wird sich eine Änderung bei den Feierlichkeiten zu unserem Nationalfeiertag einstellen. Im Rahmen der Budgetberatung 2017 hat der Einwohnerrat den Betrag für die Bundesfeier von CHF 6000 auf CHF 2000 gesenkt. Daraufhin hat der Gemeinderat einige Gespräche und Beratungen über das weitere Vorgehen geführt und kam zum Schluss, nur eine Bundesfeier auf dem Gemeindebann zu unterstützen. Bisher war es so, dass aus dem Bundesfeiertopf alle Veranstalter, meistens die Ortsvereine, einen gewissen Betrag für den entsprechenden Festakt in den Ortsteilen erhielten. Neu wird sich aufgrund der Kürzung das finanzielle Engagement anders verteilen.
Ein kleiner Teil wird für die Beflaggung des „Hauptortes“ eingesetzt. Der grosse Anteil wird zur Unterstützung demjenigen Verein zugesprochen, der den Brunch und das Rahmenprogramm auf die Beine stellt. Somit wird es erstmals in diesem Jahr sein, dass der Brunch in Altdorf ebenso die zentrale Bundesfeier sein wird. Die Ansprache, die Übergabe des Freiwilligenpreises sowie weitere Programmpunkte werden in Zukunft turnusgemäss mit dem Brunch stattfinden und somit mit den vorhandenen Geldern unterstützt. Natürlich steht es jedem Ortsteil frei, sein eigenes Programm weiterhin durchzuführen. Leider kann jedoch seitens der Gemeinde keine finanzielle Unterstützung mehr gewährt werden. Auch wenn dieser Fakt vielleicht im ersten Moment etwas ärgerlich erscheinen mag, ist doch zu betonen, dass bisher der 1. Augustbrunch ein toller Anlass für die gesamte Bevölkerung war und bleiben wird. Nur schon die Besucherzahlen waren beeindruckend und sprachen Bände. Da der Brunch sowieso seinen Turnus hat, wird jeder Ortsteil auf seine Kosten kommen, ganz Thayngen empfangen zu dürfen. Und nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass Persönlichkeiten für die 1. August-Ansprache für Termine am Morgen meistens viel einfacher zu engagieren sind. Ich jedenfalls freue mich auf jeden Fall schon auf die Feier.

 
Kultur und Tourismus

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, was eigentlich in Thayngen so alles angeboten wird? Oder was sich so manchmal fast über Nacht auf wundersame Weise verändert? Man darf, so glaube ich, schon etwas stolz sein, wenn man das Engagement von den vielen Vereinen und Institutionen bei uns etwas genauer unter die Lupe nimmt.
Schöne Wegweiser, die zum Kesslerloch mit neuer Feuerstelle und Toitoihäuschen (schon gesehen?), zum Findlingsweg, zum Biberweg oder zum Pfahlbauerhaus führen. Museen werden gestaltet, neue Infotafeln werden bei den wunderschönen Highlights in unserer Natur aufgestellt oder Vorträge, Konzerte, Ausstellungen etc. werden organisiert. Es sind Dinge, die unser Dorfleben aktiv mitgestalten, uns Menschen zusammenbringen und das Interesse auswärtiger Besucher wecken. Unsere Vereine sind vielfältig: zahlreiche Sportvereine, Kulturverein, Reiat Tourismus, Gesangs- und Musikvereine, Verein für Freiwilligenarbeit bis hin zu den Züchtern von Bienenköniginnen. Wir finden fast alle Tätigkeiten, die gesellschaftlich viel Gutes tun. Dies schafft eine Lebensqualität, die eine politische Führung einer Gemeinde niemals schaffen könnte. Vielen herzlichen Dank an alle für den grossen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung.
 
 
Rechnung

Ich hoffe, dass der Gemeinderat bald die Zahlen der Rechnung 2016 öffentlich machen kann. Man darf gespannt sein. Manchmal kommt es einfach etwas anders.

 
Vandalismus

Was auch immer wieder anders kommt, als man hofft, sind unschöne „Events“ der besonderen Art: Beispielsweise Flaschen zerschellen auf dem Schulareal, Rollläden zerstören, Brandschäden an und in Gebäuden verursachen oder einfach ein paar Buchsbäumli ausreissen und in den nächsten Brunnen werfen.
Ein Statement aus dem Polizeireferat: Die Aufklärungsquote dieser Fälle nach Anzeige liegt bei rund 70%, was aufgrund der örtlichen Verhältnisse recht beachtlich ist. Vandalismus an Gemeindegut wird immer angezeigt, das heisst, dass auf jeden Fall die Staatsanwaltschaft involviert wird. In der Annahme, dass es ein Jugendlicher gewesen sein könnte, der gerade auf Lehrstellensuche ist, wäre dieser Umstand für ihn nicht wirklich förderlich.
Es wird empfohlen, sich anderweitig auszutoben oder, wenn man einen „Seich“ gemacht hat, Grösse zu zeigen, dazu zu stehen und sich zu melden. Die vielen feuchten Augen von Angehörigen beim Erwischen der Täterin oder des Täters nach einer Anzeige nützen im Nachhinein auch nichts mehr. Wie sagt man denn so schön auf Neudeutsch: Sorry….
 
Liebe Leserin, lieber Leser
Ich wünsche Ihnen eine schöne und gesunde Zeit
 
Herzlich,
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident
 
 
 
 


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