22.01.2019

Randnotizen Januar 2019 von Philippe Brühlmann

 

Liebe Leserin, lieber Leser

Das neue Jahr hat begonnen, und dies eigentlich eher ruhig. Nachdem der letzte Monat im 2018 noch sehr hektisch von statten ging, war der Anfang des Januars sehr angenehm und liess etwas Raum, liegengebliebene Pendenzen und Ideen anzugehen und sich vertiefter damit zu befassen.

Es ist eigentlich erstaunlich, wie eine Gemeinde einer stetigen Dynamik gerecht werden darf oder muss und man kann sagen, es läuft immer etwas und es stehen immer wieder neue Herausforderun­gen an… und das ist gut so!

 
Der erste Blick in die Kristallkugel – was erwartet uns 2019

Was uns sicher als Abschluss erwartet, ist die Einweihung unseres Seniorenzentrums und die Über­gabe dieses Generationenwerkes an die Bevölkerung. Dies wird am 11. Mai gefeiert und ich hoffe, dass Sie sich diesen Termin heute schon in der Agenda eintragen. Bis dahin werden noch die Umge­bungsarbeiten erledigt, so dass man sich darauf sehr freuen darf.

Des Weiteren wird die nötige Schulraumerweiterung des Reckenschulhauses ein grosses Thema sein, wobei die Stimmbürger an die Urne gebeten werden. Vorab wird sich der Einwohnerrat damit be­schäftigen. Ebenso ist betreffend Schule geplant, die Schulleitung mit Kompetenzen auszustatten, damit die Schulbehörde entlastet wird und sich vermehrt den wichtigen strategischen Aufgaben wid­men kann. Das ganze gründet auf einer Motion von Alt-Kantonsrat Werner Schöni, welche die gesetz­liche Verankerung der immer noch freiwilligen Schulleitung erwirkte. Um die Kompetenzen entspre­chend regeln zu können, braucht es übergeordnet eine Verfassungsänderung. Der Gemeinderat hat daraufhin die Verfassung, auch in anderen Belangen, gleich auf den neusten Stand gebracht und auch diesbezüglich sind der Einwohnerrat sowie die Stimmberechtigten gefordert.

Im Weiteren hat ein internes Kick-off Meeting zur Sanierung der Badi Büte stattgefunden; Rahmenbe­dingungen, Vorgehen, Abklärungen etc. waren das Thema. Um schlussendlich eine solide Vorlage zu präsentieren, wird ein entsprechender Vortrieb mit einem Projektteam angestrebt.

 

Der zweite Blick in die Kristallkugel… was könnte uns erwarten?

Der Gemeinderat ist in den nächsten Jahren sehr gefordert, insbesondere aufgrund einiger finanzieller Kennzahlen, die begründeterweise einige Sorgenfalten geben. Dies braucht einige Kreativität, viel­leicht auch Mut und Offenheit, vielleicht auch den Willen, einen unkonventionellen Weg zu gehen und solide Alternativen in Betracht zu ziehen. Die finanzielle Situation wurde an der vorletzten Einwohner­ratssitzung im 2018, im Rahmen der Budgetberatungen erläutert. Es ist tatsächlich so, dass die Ein­nahmesituation der Gemeinde gewisse Investitionen eigentlich nicht zulässt und der Finanzplan spricht da Klartext: Wenn wir wie geplant weiterfahren und auch die als wünschbar bezeichneten In­vestitionen tätigen, dann bleiben uns 2022 Schulden von Fr. 52 Mio., ein Selbstfinanzierungsgrad von 27% und immer noch ein tiefer Cashflow (Anmerkung zum Selbstfinanzierungsgrad: Über 100% heisst Schuldenabbau, unter 70% kritische Situation)

Der Gemeinderat wird sich an seiner Klausur diesem Thema annehmen…

 

Der dritte Blick in die Kristallkugel… die Gerüchte…

Nun, ich habe mir lange überlegt, ob ich auf eines der Gerüchte eingehen soll, die durch unsere schöne Gemeinde gehen. Es gibt ja viele solcher Annahmen, Spekulationen und Geschichten die plötzlich „wahr“ sind und da kann man also schon aus allen Wolken fallen… Aber das Beste, auf wel­ches ich schon aus grösseren Kreisen unzählige Male angesprochen wurde und sich offensichtlich festgesetzt hat, verdient ein bisschen Aufmerksamkeit… „Ich habe gehört, dass Du als Gemeindeprä­sident zurücktreten wirst…“ Meine Antwort: „Hä?“… Ich bin überzeugt, dem einen oder anderen unter Ihnen, die diese Zeilen lesen, kommt dies bekannt vor… Ich erlaube mir an dieser Stelle, diesem Ge­rücht die Realität gegenüber zu stellen. Erstens macht mir die Aufgabe, für diese tolle Gemeinde ein­zustehen eine grosse Freude und ich sehe es als grosses Privileg, dies tun zu dürfen. Zweitens habe ich bei meiner ersten Wahl immer klargestellt, dass, wenn der Wähler dies wünscht, ich mindestens 8-12 Jahre meinen Dienst an der Allgemeinheit leisten werde. Und drittens, nicht ganz ernst gemeint, habe ich nicht im Lotto gewonnen, dass ich mich einfach aus dem Staub machen könnte… Ich werde, wie vor der letzten Legislatur, am 31.7.2019 bekanntgeben, ob ich mich nochmals für 4 Jahre zur Verfügung stellen werde. Und persönlich darf ich Ihnen aus meiner Sicht mitteilen, dass eigentlich nichts dagegen sprechen würde, sich nochmals zur Wahl zu stellen. Also, kurz gesagt, wenn nicht irgendeine übergeordnete Kraft einsetzt, die ich nicht beeinflussen kann, müssen Sie mindestens bis Ende 2020 mit mir rechnen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne und erfolgreiche Zeit, den Skiurlaubern sichere Fahrt und den Freeridern etwas Vernunft, wenn sie sich abseits der Pisten tummeln.

Bis bald und herzliche Grüsse

 

Ihr Philippe Brühlmann

Gemeindepräsident

 
 


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