20.06.2017

Randnotizen Juni 2017 von Philippe Brühlmann

 

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Es ist doch wirklich eine schöne Zeit: Es ist sonnig, warm und der Sommer scheint Einzug gehalten zu haben. Das gefällt natürlich auch den Schwimmfreunden und Badefans und sogar für die eher wasserscheuen Menschen (wovon ich einer bin und mich lieber in der Luft befinde…) ist der Gang in die Badi fast ein Muss und es tut sehr gut, wenn man sich in das kühle frische Nass begeben kann. Allein am Sonntag vor einer Woche registrierte die Badi 705 Ein­tritte. Im Mai, wo die Badi Mitte des Monats eröffnet hatte, besuchten insgesamt über 2700 Badegäste unsere Institu­tion. Ich bin mir sicher, dass dies nebst dem herrlichen Wetter einerseits mit der ausgezeichneten Wasserqualität, der gepflegten Anlage und der gesamten motivierten Crew inklusive Gastro andererseits zu tun hat. Vielleicht hat es aber auch mit dem einen oder anderen Verdruss zu tun, da sich neue und modernere Bäder in der Nachbarschaft mittler­weile als überlaufene „Fleischmärkte“ offenbaren und sich somit einige an unser altes, aber schönes Badeparadies erinnern und damit eine weise Wahl treffen. Vielleicht aber auch mit den „eingetrübten“ Wasserbedingungen einzelner Naturbäder, in welchen die Regeneration aufgrund der massiven Sonnencrèmeschwemme und der Anzahl Badender an den Anschlag kommt.

Man achte beim nächsten Besuch auf den Dialekt einzelner Gäste aus der grenznahen Nachbarschaft, über die wir uns sehr freuen. Hoffentlich bleibt uns das Wetter hold; ich wünsche natürlich auch unseren genossenschaftlichen Freunden der Badi unterer Reiat eine tolle Saison und gratuliere an dieser Stelle zum 50-jährigen Jubiläum!

 

Es läuft traditionellerweise gerade sehr viel in der Gemeinde, vor allem verwaltungsintern. Es ist unter anderem sehr erfreulich, dass beispielsweise die Baugesuche nach wie vor in gesunder Anzahl bearbeitet werden. Es ist vor allem deswegen erfreulich, weil ein Grossteil der Gesuche der Verdichtung nach Innen gerecht werden und somit auch zu einer Aufwertung des Dorfes sehr positiv beitragen. Des Weiteren ist kurz nach der Präsentation und Abnahme der Rechnung 2016 die Budgetierung 2018 schon wieder in vollem Gange, wobei auch einige Schwerpunkte der Legisla­turplanung, beispielsweise bei der Schulraumdiskussion, zum tragen kommen. Ebenfalls wurde verwaltungsintern eine Arbeitsgruppe gebildet bezüglich zukünftige Gesamtstruktur der EDV, wobei wir feststellen mussten, dass grös­serer Handlungsbedarf, auch hinsichtlich Sicherheit im Bereich IT, gegeben scheint. Weiter befasst sich eine andere Projektgruppe mit der Verwaltungsorganisation als letzter grosser Baustein der Strukturreform. Unter anderem werden beispielsweise die Kern- und Unterstützungsprozesse erarbeitet, wobei hauptsächlich die abteilungsübergreifenden Prozesse analysiert werden. Aufgrund der Einführung des Harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM2) per 2019 wird ebenfalls die Vorbereitungsarbeit aufgenommen, da die Umstellung auf das der Privatwirtschaft angeglichene Rechnungsmodell einigen Aufwand bedeutet.

Sie sehen also, es geht ziemlich vorwärts und das ist gut so!

 

Nun werde ich mich aber dem Einzug ins Pfahlbauerhaus widmen. Am 1. Juli um 10 Uhr wird beim Pfahlbauerhaus im „Altewäier“ ein kurzer Akt mit einem kleinen Apéro stattfinden, wozu alle herzlich eingeladen sind. Der Termin wurde so gelegt, dass man rechtzeitig noch ans 50-Jahr-Jubiläum in die Badi unterer Reiat kommt.

In den zwei Wochen, in welchen ich anschliessend dort leben werde, gibt es einiges zu erledigen: Korben, töpfern, Werkzeuge herstellen, weben, Kräuter sammeln, Getreide mahlen und Brot daraus am Feuer backen und natürlich Besucher empfangen, die es wohl zweifelsohne geben wird und jederzeit herzlich willkommen sind. Wie damals vor 7000 Jahren …

Damit keine grösseren Gerüch(t)e entstehen, möchte ich noch ein paar persönliche Informationen mitteilen: Ich werde die zwei Wochen alleine im Pfahlbauerhaus verbringen, ich habe dafür Ferien genommen und ich habe aus der heuti­gen Zeit Trinkwasser und eine Zahnbürste dabei…

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und freue mich, an dieser Stelle im August wieder zu berichten; unter anderem bestimmt auch, wie mir die zwei Wochen bekommen sind.

 

Herzlich,

Ihr Philippe Brühlmann

Gemeindepräsident

 
 


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