27.11.2018

Randnotizen November 2018 von Philippe Brühlmann

 
Liebe Leserin, lieber Leser

Nun ist’s soweit. Der Advent naht und die besinnliche Zeit beginnt. Das Wort besinnlich ist relativ, zieht der Kommerz in dieser Zeit doch eine nervöse und leicht gestresste Schneise der Unruhe durch die Zeit bis Heiligabend. Menüplan, Einladungen versenden und die Geschenkejagd im Einkaufszentrum oder übers Internet sind zentrale Themen. Wieder zurückkommend auf die besinnliche Adventszeit ist es eigentlich erfreulich und ein schöner Gedanke, wenn man zufrieden auf ein gutes Jahr zurückschauen kann und mit einer gewissen Dankbarkeit seine Gedanken diesen Menschen widmet, die vielleicht nicht so ein gutes Jahr hatten oder sogar noch schwereren Zeiten entgegensehen. Ist man selbst gesund, hat ein intaktes Umfeld und eine ebenso intakte Familie, liegt es in der Natur des Menschen, dies fast als selbstverständlich zu sehen. Die Tatsache, dass gerade in dieser Zeit viele Menschen vor einer gewissen Leere stehen, ist weit entfernt. Aber es ist leider so, dass viele in Einsamkeit, Not oder sogar bedrohlichen Lebenssituationen leben müssen. Somit hat die Advents- und Weihnachtszeit für diese Menschen eine andere Bedeutung. Vielleicht gelingt es dem einen oder anderen von uns ja, in den nächsten Wochen einem von diesen Menschen eine Freude zu machen und ein Lächeln zu entlocken. Aktiv geworden ist bereits ein „Detachement“ unseres Bauamtes, das von Thayngen bis nach Luzern eine Sammelaktion für „Jeder Rappen zählt“ durchführt. Die Aktion soll bewirken, dass Kinder weltweit ein Dach über dem Kopf haben. Über die Aktion wird in dieser Zeitung noch berichtet. Ich kann da nur sagen, bravo und Hut ab!
 
Nun, ich habe an dieser Stelle noch zwei Beiträge, die man auf verschiedene Weise interpretieren kann. Die einen werden sich denken, dass der Schreibende wieder mal am Stänkern ist, andere werden ihm Recht geben und Vereinzelte kümmert es nicht.
 
Ich beginne mit den roten Pfosten an den Strassenrändern. Diese roten Pfosten werden zum Winterbeginn rechtzeitig von unseren Werkhofmitarbeitern links und rechts der betroffenen Strassen tagelang mit viel Arbeit in den Boden getrieben. Diese Pfosten haben die Funktion, bei starkem Schneefall den Personen des Winterdiensts aufzuzeigen, wo der genaue Strassenverlauf durchgeht. Es ist grundsätzlich sehr unerfreulich, wenn bei hohem Schneeaufkommen der Pfadschlitten meterweise Randsteine zusammenfegt. Diese Pfosten sind aber nicht dazu da, kurz nach dem Aufstellen von Unbekannten ausgerissen oder um gedrückt zu werden und schon gar nicht, um die Speerwurfqualitäten ins angrenzende Feld auszutesten. Es wäre schön, wenn man diese bis im nächsten Frühling einfach stehen lassen könnte. Vielen Dank!
 
Weiter habe ich einen Appell an jene Eltern, deren Kinder ein Fahrrad benutzen. Ich finde es sehr lobenswert, wenn die Kinder das Velo benutzen und auf einen individuellen motorisierten Transport verzichten. Aber, und dies erachte ich als lebensnotwenig, in dieser Jahreszeit gehört ein funktionierendes Licht ans Velo! Leider ist dies oft nicht der Fall und mir persönlich bereitet das Sorgen. Die Polizei als mahnendes Instrument diesbezüglich einzusetzen, finde ich persönlich schon fast müssig. Es ist eine Frage der Verantwortung und müsste schlichtweg eine Selbstverständlichkeit sein, dass man seine Kinder erstens schützt und zweitens die Wichtigkeit einer Beleuchtung bei Dunkelheit auch als Vorbild vermittelt. Ansonsten ist irgendwann ein schwerwiegender Unfall zu befürchten. Klar, es gibt Velos, gerade die beliebten Mountainbikes, die eventuell nicht standardmässig mit Licht und Dynamo ausgestattet sind. Aber ein brauchbares batteriebetriebenes Lichtset fürs Velo gibt es für unter 20 Franken. Das sollte uns die Sicherheit unserer Youngsters wert sein.
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
Nun wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit. Vielleicht sieht man sich an einem Adventsfensteranlass oder am Weihnachtsmarkt am 8. Dezember. Gelegenheiten für eine schöne Einstimmung auf das Weihnachtsfest gibt es einige. Ich freue mich auf die nächsten Begegnungen mit Ihnen.

Herzlich
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident
 
 


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