31.10.2017

Randnotizen Oktober 2017 von Philippe Brühlmann

 
Liebe Leserin, lieber Leser

Nach einem wettermässig sehr schönen Herbst, viel Sonnenschein und schönen Farben in den Wäldern sind die Temperaturen langsam aber sicher etwas tiefer. Die letzten Wochenenden waren meteorologisch gesehen von der trüberen Seite… trotzdem, einer der letzten Sonntagsspaziergänge, wovon man ja früher als Kind nicht unbedingt begeistert war, gab den herbstlichen Ton an… ein kühler Westwind, leichter Regen zwischendurch und manchmal ein paar Sonnenstrahlen. Im und am Wald das einzigartige Rauschen der am Boden liegenden Blätter, welches durch die Schritte erzeugt wird und der spezielle Duft der Bäume und des Waldes…. Eine wirklich schöne Zeit und voller vieler Genüsse. Persönlich muss ich immer wieder feststellen, was für ein schönes Geschenk wir erhalten haben, hier leben zu dürfen… aber verlassen wir nun die Komfortzone und kommen wir zu ein paar Themen, die uns herausfordern….

Wie schon in den Medien erwähnt, ist der Umzug vom Pflegezentrum Schaffhausen sehr erfolgreich und speditiv über die Bühne gegangen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner sind nun wieder zu Hause und das ist gut so, nicht zuletzt auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun wieder zusammen in einem gesamten Team arbeiten können. Ich glaube, an dieser Stelle darf wiedermal ein grosser Dank ausgesprochen werden: Einerseits an alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner, die die Bausituation mit viel Geduld und Verständnis ertragen, den Angehörigen für ihre wohlwollende Unterstützung sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in wirklich vorbildlicher und ausgezeichneter Manier durch diese Phasen gehen und mit unermüdlichem Einsatz ihr Bestes geben. Man muss auch sagen, und davon kann man sich überzeugen, dass nun, nach dem Abschluss der 2. Bauphase, sich ein erster wirklich schöner Teil präsentiert. Ohne die Mehrkosten schönzureden: So, wie sich die sanierten Bereiche nun präsentieren, erhält die Gemeinde ein sehr schönes und zweckmässiges Generationenwerk, über welches man sich auch freuen darf. Da dies schlussendlich auch in eine unvermeidbare Taxendiskussion führt, wurde eine Kommission gebildet, die sich mit der Gestaltung der zukünftigen Taxen beschäftigt. Was aber schon länger in der Luft hängt, ist die Tatsache, dass die Fragen nach den genauen Gründen dieser Mehrkosten eminenter werden. Nicht nur für die Steuerzahler, auch für den Gemeinderat. Der Baureferent hat in einer der letzten Einwohnerratssitzungen zu diesen Fragen entsprechend informiert. Basierend dem heutigen Wissen und vorbehältlich weiterer Überprüfungen, auch seitens der GPK, kann man von einigen Punkten ausgehen, die in der Verkettung zum heutigen Resultat führten. Nebst unvorhergesehenen Situationen wie Asbestsanierung, Liftdefekt, zusätzlich nötige Innen- und Aussengerüstungen gibt es eine Auflistung planungs- und konzeptioneller Aspekte: Das Abstimmungsprojekt wurde beispielsweise viel zu früh vor das Volk gebracht, ohne eine präzisere Kostenberechnung hätte dies stattgefunden, wäre das Projekt auf ca. 35 Mio. gekommen. Ein weiterer Faktor war die konzeptionelle Wahl des Erhalts der alten Substanz und zur Erweiterung durch Anbauten. Dann der Entscheid der Etappierung unter Betrieb, unechte Einsparungen durch Zweckoptimismus in der Projektierungsphase, die in der Ausführungsphase sinnvollerweise doch vollständig umgesetzt werden mussten (z.B. Weglassen der Kühlung der Medikamentenräume, Teilabbruch von Unterlagsböden, Teilersatz des internen Notrufs, Weglassen von Heizungen in den Nasszellen, Weglassen von Deckenverkleidungen). Weiter sind Leistungsausschreibungen mit zu geringen Mengen eingeflossen, es gab keine Budgetreserven, welche geplant resp. bewilligt waren. Somit ein bunter Strauss an Begebenheiten, der einem die Freude ungerechterweise am eigentlichen Objekt, zumindest bezüglich dem finanziellen Teil, wohl trüben mag. Das lässt sich nicht abstreiten. Nun, wie geht es weiter…der Gemeinderat hat entsprechend die GPK sowie den Einwohnerrat informiert. Des Weiteren werden die Bauprogramme der 3. Etappe durch alle beteiligten Planer und Unternehmer überprüft, die Fehlerkette in Sachen Bauherrenpflichten, der Planung und der Ausführung aufgearbeitet sowie die Vertragsverantwortungen der Planer und Unternehmer analysiert. Und dabei sind wir wieder beim Anfang dieses Abschnittes; die Taxfrage wird aufgenommen, haben diese Mehrkosten einen direkten Einfluss auf die Taxenstruktur…. Vom Zeitplan her erwartet die Bauherrschaft die Fertigstellung des Werkes gegen Ende des Jahres 2018. Soweit der Stand. Der Gemeinderat wird informieren, sobald weitere Fakten vorhanden sind. Vorerst freuen wir uns über die abgeschlossene Phase 2 mit der neuen Küche, den hellen Zimmern und der baldigen Inbetriebnahme des neuen Speisesaals sowie des Baustarts der dritten und letzten Etappe.

Nun, nach diesem eher schweren Happen möchte ich aber trotzdem noch auf etwas hinweisen, und zwar die anstehende Chilbi, ein Highlight eines jeden Jahres bei uns, welches immer wieder eine grosse Freude bereitet und mit den vielen Attraktionen, seien dies nun die Autoscooter oder auch die sehr feinen kulinarischen Angebote – dieses Jahr werden nebst dem interessierten Chilbigänger vor allem die Legofans auf ihre Kosten kommen. Und ich wage zu behaupten, auch aus eigener Erfahrung, dass dies wohl nicht nur auf die Kinder zutrifft, sondern auch auf einige Väter und sogar Mütter, die sich an den farbigen Steinen erfreuen… Lego City, Starwars, Lego Friends und wie sie alle heissen…. Wir sehen uns!

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, einen schöne und gesunde Zeit!

Herzlich
Ihr Philippe Brühlmann, Gemeindepräsident
 
 


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