23.09.2019

Randnotizen September 2019 von Philippe Brühlmann



Liebe Leserin, lieber Leser
 
Ich hoffe, Sie sind gut in den Herbst gestartet. Der Herbst ist ja bekanntlich die Bezeichnung der Jahreszeit zwischen Sommer und Winter und hat eine astronomische wie auch meteorologische Bedeutung. Die deutsche Bezeichnung "Herbst" hat sich parallel zum englischen Wort "harvest" entwickelt und eine gewisse Ähnlichkeit sticht heraus… "harvest" bedeutet im Englischen Ernte oder Erntezeit. Aus astronomischer Sicht beginnt der Herbst anlässlich der Tages-und Nachtgleiche (Äquinotikum) am 22. oder 23. September, wobei meteorologisch gesehen dieser schon Anfangs September beginnt. Bei uns spricht man übrigens vom sogenannten Nordherbst, dies bezogen auf unseren Standort auf der Nordhalbkugel. Im Frühling bei uns findet auf der Südhalbkugel folglich der Südherbst statt. Interessant dabei ist die Tatsache, dass die vier Jahreszeiten nicht genau gleich lang sind, da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um ca 1.7% abweicht. Auch finden in der Herbstzeit viel Feste wie z.B. Erntedank, Oktoberfest, in einigen Ländern Halloween, Allerheiligen, Martini oder das jüdische Fest Sukkot statt. Im Spätherbst, wenn sich die Natur ihrem wunderschönen Farbenspiel hingibt, sprechen wir im deutschsprachigen Raum etwas Rustikal vom Altweibersommer, in Nordamerika spricht man vom Indian Summer und die Finnen haben am Polarkreis, sprich Lappland, ihr Ruska-Aika. Und worauf darf man sich auch freuen? Genau, auf einen weiteren guten Wein, der jetzt geerntet wird!
 
Wahlen
Am 20. Oktober finden die nationalen Wahlen statt und es ist regelmässig alle vier Jahre eigentlich schön, wie man an vielen Stellen freundlich von all den vielen Kandidaten auf den Plakaten angelächelt wird. Es wird um die Wette gestrahlt und die besten Seiten werden prominent herausgehoben. Ehrlicherweise muss ich eingestehen, dass ich auch ein bisschen weiss wie man es machen muss… Manchmal kann es aber auch zu viel des Guten sein, gerade wenn ganze Strassenzüge gespickt sind mit allerlei sympathischen Köpfen verschiedenster politischer Couleur. Gerade an Kreuzungen und Kreiseln kann je nach Position der Werbung die Übersichtlichkeit für die Verkehrsteilnehmer eingeschränkt sein. Es sei der Gemeinde verziehen, wenn diese ab und zu korrigierend einschreitet, um die Sicherheit zu gewährleisten. Nun, ich möchte Sie an dieser Stelle ermuntern, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen, ist dies der richtige Weg, seinen Beitrag zu leisten und mitzubestimmen, wie in Bern politisiert und gestaltet werden soll. Ich denke, es ist ein Privileg und wichtig, seine Favoriten und Wunschkandidaten dementsprechend zu unterstützen…
 
Neuzuzügerapéro
Am letzten Freitag fanden sich über 50 Personen zum traditionellen Neuzuzügerapéro ein. Der Gemeinderat hatte somit die Gelegenheit, unseren neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Gemeinde vorzustellen, zu zeigen wo es was gibt und beim anschliessenden Apéro in der Bibliothek anzustossen und sich kennenzulernen. Aufgrund der Gespräche und den Fragen, die in den angenehmen Diskussionen beantwortet werden konnten hat sich gezeigt, dass dieser Anlass ein wichtiger und guter Bestandteil darstellt… In diesem Sinne nochmals ein herzliches Willkommen den Neuen hier in Thayngen!
 
Soziale Medien
Die sozialen Medien bewegen, informieren, korrigieren, sabotieren und sind eigentlich tägliche Begleiter geworden. Was täglich auf Facebook, Twitter, Instagram und wie sie alle heissen gepostet wird, ist eine unvorstellbare Masse an Daten, die über den Äther geschickt werden. Viele von Ihnen erinnern sich sicher noch an den Fichenskandal in den 80er Jahren, wo ca. 900'000 Personen und Organisationen während des Kalten Krieges von der Bundespolizei wegen des Verdachts auf "unschweizerisches Verhalten" ausspioniert wurden. Und heute, viele Jahre später breiten viele Menschen ihr Leben öffentlich für fast alle einsehbar aus… Eigentlich ein faszinierendes Stück des Wandels. Aber die sozialen Medien haben auch ihre dunklen Seiten: Man kann mobben, desavouieren, Mitmenschen blossstellen und erniedrigen. Man kann Lügen verbreiten und überall seinen Senf dazugeben… So gut ich einige Plattformen auch finde, ist die Frage danach, wie man damit umgeht, sehr zentral und entscheidend für den Erfolg und den Nutzen, den man daraus ziehen kann. Könnte man jedoch die Dummheit, die einem manchmal aus diesen Medien entgegenstrahlt in saubere Energie umwandeln, wären wahrscheinlich viele Fragen diesbezüglich gelöst.
 
 
Liebe Leserin, lieber Leser
Ich wünsche Ihnen nun eine schöne und gesunde Herbstzeit und bis bald!
 
Herzlich
Ihr Philippe Brühlmann
Gemeindepräsident
 
 
 


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