Butterswies/Alte Weiher/Moos


Fauna und Flora

Das Fulachtal zwischen Thayngen und Schaffhausen war einst ein wildes, von Sümpfen durchsetztes Tal, ein wunderschönes Flachmoor. Heute wird dieses Flachmoor von zwei Verkehrssträngen, der Eisenbahnlinie und der Talstrasse, durchzogen. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts schnitten die Bauern hier Jahr für Jahr Streue, die sie im Stall verwerten konnten. Es entstand ein klassisches Streuried. Ab den fünfziger Jahren lohnte sich das Mähen der Streue nicht mehr. Die Verbuschung setzte ein, ebenso drang der Fichtenwald in das Flachmoor vor. In diesem Buschwald wurden lichtbedürftige, seltene Planzenarten und auch bestimmte Tierarten verdrängt. Beispiel: Die Mehlprimel bildete früher schöne rotviolette Teppiche. Später wurde sie fast ganz verdrängt. Heute sind schon wieder einige Exemplare zu sehen.

Vor ca. 15 Jahren wurde, auf Initiative der Naturschutzkommission, dieses wertvolle Streuried Stück für Stück renaturiert. Büsche wurden teilweise ausgemerzt, standortfremde Bäume (vor allem Fichten) wurden gefällt und in bestimmten Bereichen wird Streue und Schilf jährlich geschnitten. Ebenso wurden einige kleinere Tümpel angelegt. Wurden anfänglich die Arbeiten von freiwilligen Helfern, dem Forstamt der Gemeinde und von Schulklassen ausgeführt, so werden die Arbeiten heute vom kantonalen Naturschutzamt übernommen, denn das Moor - und Riedgebiet "Butterswies-Alte Weiher-Moos" wurde in das Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgenommen (zusammen mit den anschliessenden "Weierwisen" auf der Gemarkung Schaffhausen).

Die Resultate der intensiven Pflege sind erfreulich, und sie werden Jahr für Jahr besser. Die schöne Mehlprimel wurde schon erwähnt, aber auch Orchideen der Moore zeigen sich vereinzelt wieder, einige Trollblumen blühen und sogar einige wenige Exemplare des Fieberklees können gefunden werden. Im Moos erfreuen uns ganze Felder der gelben Schwertlilien. Am Waldrand blühen die blauviolette Akelei und das Immenblatt.

Ganz typisch für dieses Gebiet sind die Ringelnattern und entlang des Bahnbordes und an den Felsen entlang des Radweges tummeln sich die Zauneidechsen, mit Glück und Gespür kann man auch Blindschleichen entdecken.

Auf dem Stauteich, der vom Chrebsbach gespeist wird, treffen wir Stockenten und Blässhühner und auch der Höckerschwan zieht hier Jungvögel auf. Aus dem Schilf hören wir Sumpfrohrsänger und Teichrohrsänger. Weitere Bewohner dieses Flachmoores sind: Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Grünfink, Buchfink, Zilp-Zalp Singdrossel, Buntspecht, Zaunkönig, Distelfink, Girlitz, Kleiber, Kohlmeise, Blaumeise und als Wintergast die Reiherente.

Als Amphibien seien erwähnt: Wasserfrosch, Grasfrosch, Springfrosch, Erdkröte, Bergmolch, Teichmolch.




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