Langloch / Kurzloch


Fauna und Flora
Die Gletscherabflussrinnen Kurzloch und Langloch (siehe Geologie) sind mit lockerem Gestein aufgefüllt, wobei die oberen Schichten vorwiegend aus tonigem Material bestehen. Die Felswände der Schluchten und der Lohningerbuck bestehen aus Kalken.
So unterscheiden sich die Waldgesellschaften und die Bodenvegetation in der Talsohle von denjenigen der Schluchthänge und des Lohningerbuckes. Beide Vegetationstypen sind sehr wertvoll. Es sind besondere Pflanzengesellschaften, die zum Teil seltene Arten beherbergen.

Die Talsohlen
Hier lohnt sich eine Frühlingswanderung ganz besonders. Am Steilhang zum Drachenbrunnen gedeiht der Bärlauch (herrlicher Knoblauchduft), am kleinen Bach finden wir die Sumpfdotterblume (Bachbummele) und auch der Fingerzahnwurz, ein typischer Vertreter von Schluchtwäldern, blüht wunderschön blauviolett. Ganze weiss-blau-rötliche Teppiche bilden in den Schluchten die hohlen Lerchensporne. Vereinzelt finden wir Wald-Gelbsterne und den Aronstab (Zipfelmütze des Waldes), der im Herbst die wunderschönen, jedoch giftigen gelborangen Beeren hervorbringt. Auch dem Wolfseisenhut mit seinen blassgelben Blüten können wir begegnen (Achtung: sehr giftig). Eine besondere Schönheit und Rarität sind die Bestände der Frühlingsknotenblume, besser bekannt unter dem Namen Märzenbecher. Vor allem im Langloch bilden sie herrliche weisse Teppiche.

Lohningerbuck
Eine Frühlingswanderung über den Lohningerbuck ist ebenfalls ein besonderes Erlebnis. Wir finden hier eine grosse Artenvielfalt an Bäumen (besonders erwähnenswert ist hier der Bestand an Eichen). Hier finden wir die typischen Frühblüher des Waldes: Leberblümchen, Lungenkraut, Salomonssiegel, Buschwindröschen, Gelbes Windröschen, Frühlingsplatterbse, Schlüsselblume, Waldveilchen, Wald-Bingelkraut. Besonders erwähnenswert sind die Orchideenarten und die Türkenbundlilien, die im Spätfrühling blühen.

Tierwelt
Im Quellwasser des Drachenbrunnens finden wir im Sommer die Larven des Feuersalamanders, gut erkennbar an den ganz typischen Kiemenbüscheln. Und wo es Larven hat, muss es auch ausgewachsene Tiere geben. Man muss Glück haben, einen von diesen so versteckt lebenden, nachtaktiven Feuersalamander zu finden.

Nebst Buchfink, Meisen, Drosseln, Zaunkönig, Zilp-Zalp, Rotkehlchen, Buntspecht etc. finden wir auch einige ornithologische Raritäten. Auf dem Lohningerbuck und in den Wäldern oberhalb des Langloches können wir den Ruf des Mittelspechtes hören, eines Spechtes, der nur in Wäldern mit genügend grossem Eichenbestand vorkommt. In der Talsohle hört man den Gesang des Waldlaubsängers. In der Steilwand des Kalksteinbruches Wippel hat ein Wanderfalkenpaar einen Horst gebaut. Sie ziehen hier mit Erfolg Junge auf. Auf unserer Wanderung können wir auch den Ruf des Kolkraben hören, der im nahegelegenen Lehmbruch seinen Horst hat.




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